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Handel & Hersteller

06. February 2020 | Teilen auf:

EHI veröffentlicht Leitfaden „Elektromobilität im Handel 2020“

Der Handel mit seinen Stellplätzen kann maßgeblich zum Gelingen der Mobilitätswende beitragen und neue Geschäftsbereiche entwickeln. Wie das gelingen kann, wird in dem neuen Leitfaden erläutert.

„Nach der EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie muss der Handel ab März 2020 für seine neuen und grundlegend sanierten Handelsgebäude mit mehr als zehn Stellplätzen mindestens einen Ladepunkt einrichten“, sagt Laura Fleischmann, Projektleiterin E-Mobilität beim EHI. „Ab 2025 sind auch bestehende Handelsgebäude mit mehr als 20 Stellplätzen zum Aufbau von Ladepunkten verpflichtet“.

In dem Leitfaden „Elektromobilität im Handel 2020 – Orientierungshilfe für den Aufbau von Ladeinfrastruktur“, den das EHI mit Unterstützung von Fraunhofer IOA und dem HDE sowie den Partnern der EHI Initiative Elektromobilität im Handel erstellt hat, geben die Autoren einen detaillierten Einblick in die Prozesse: Von der Entscheidungsfindung, der Unternehmensstrategie und der Zielsetzung des Angebots an Ladeinfrastruktur, über die Bedarfs- und Standortanalyse wird detailliert erläutert, welche Technik unter bestimmten Voraussetzungen geeignet ist, und auf welche baulichen Anforderungen geachtet werden muss. Auch Möglichkeiten zur Abrechnung des Ladestroms und Förderung werden erklärt.

Strategie für Kundentreue

Der Leitfaden unterscheidet zwischen drei Szenarien: Das „Basic-Szenario“ dient dazu, die gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Das „Smart-Szenario“ setzt auf mehr Ladepunkte als der Gesetzgeber fordert, mit leistungsstärkerer Technik und möglicher Abrechnung. Die zukunftsorientierte Strategie „Future“ bietet den Kunden ein breiteres Angebot an Lademöglichkeiten, etwa Schnellladesäulen mit kürzeren Ladezeiten – was höhere Investitionen mit sich bringt, aber auch neue Kundschaft anspricht.

Carsharing-Anbieter können beispielsweise mit garantierter Abnahmemenge oder Standzeit Teil des wirtschaftlichen Konzeptes werden. Für den stationären Handel bedeutet der Ladeservice eine zusätzliche Abgrenzung zum Onlinehandel: Je strategischer ein Handelsunternehmen das Laden von E-Fahrzeugen und zusätzliche Dienste rund um die E-Mobilität verfolgt, desto größer kann die Kundenbindung und folglich die Einkaufsfrequenz bei bestimmten Kundengruppen sein.
Anhand von Beispielrechnungen werden Ladezeiten und Kapazitäten einander gegenüber gestellt. Ausführliche Informationen gibt es über die gängige Technik, Abrechnungsmöglichkeiten, Übersicht der Fördermöglichkeiten sowie über den technischen Support im laufenden Betrieb.

Der Leitfaden mit 44 Seiten und Praxisbeispielen aus Handel und Forschung ist im EHI-Shop erhältlich. Mitglieder erhalten den Leitfaden kostenlos.