Rund 80% des Umsatzes von Einachstraktoren erzielt der Motorist. Es ist ein lukratives, aber auch schwieriges Geschäft, das ganzen Einsatz fordert. Einachser sind die Helfer in allen Einsatzbereichen im Galabau, der Kommune, bei der Grundstückspflege und heute natürlich auch schon im privaten Bereich. Kein Motorist kommt an diesen Geräten vorbei.
Während Kehrmaschinen für den Sommer- und Wintereinsatz auch heute noch überwiegend über Keilriemen angetrieben werden, haben Einachstraktoren in der Regel "richtige" Getriebe. Die Zapfwelle wird über Konus-Kupplungen, Lamellen-Kupplungen oder elektromagnetische Kupplungen geschaltet. Nur wenige Hersteller treiben das Vorgelege für die Zapfwelle mit einem Keilriemen an. Auch der Fahrantrieb wird durch Getriebe an die notwendigen Arbeitsgeschwindigkeiten angepasst. Bei den einfachsten Maschinen findet man eine automatische Fliehkraftkupplung. Im Profibereich gibt es bereits Geräte, die mit zwei Radmotoren (wie die Nullwende-Kreismäher) ausgestattet sind und dadurch eine hervorragende Wendigkeit im Gelände bieten.
Bei den Spitzengeräten kommt zunehmend der hydraulische, Antrieb zum Einsatz. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass ein mehrstufiges Schaltgetriebe einen Wirkungsgrad von über 90 % auf die Räder bringt, während der Hydrostat nur rund 80 % der Leistung umsetzt. Und hier gilt: Je kleiner der Hydrostat ist, desto geringer ist sein Wirkungsgrad. Nur die größeren Maschinen verfügen über Ölkühler und schränken damit die Verluste durch Aufheizung des Hydrauliköls ein. Es ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit, wenn 10 bis 15 % der Leistung als Wärme in die Umwelt geblasen werden. Ob die stufenlose Geschwindigkeitsregelung tatsächlich für jeden Arbeitseinsatz die beste Lösung ist, möge jeder für sich entscheiden - komfortabel ist sie auf jeden Fall. Einhandbedienungen und Schnellkuppel-Vorrichtungen für die Anbaugeräte sind bei den Profigeräten heute Standard.
Ein schwieriges, aber machbares Geschäft!
Die uns genannten Umsatzzahlen blieben in den Jahren 2011 und 2012 etwa gleich und auch für das Jahr 2013 gehen die Hersteller und Importeure von konstanten Stückzahlen aus. Insgesamt schätzen wir den gesamten Einachsermarkt auf rund 10.000 verkaufter Geräteträger im Jahr und das mit einem Wert von etwa 50 Mio. Euro zu Einzelhandels-Verkaufspreisen.
Erfolgreiches Marketing beginnt mit dem ersten verkauften Gerät. Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man mit seinen Kunden nach dem Kauf Kontakt hält. Aber in diesem Bereich sollte es zur täglichen Routine gehören, eine Datei zu pflegen, die bei Bedarf zeigt, welches Grundgerät mit welchem Anbauteil wann und an wen verkauft wurde.
Auszug aus einem Artikel, der in MOTORIST 1/2013 erschienen ist.