Am 5. November 2014 traf sich erstmals die Jury, die über die Vergabe des Unternehmerpreises „Motorist des Jahres“ zu entscheiden hatte. Jurymitglieder waren Helga von der Tann (Firma von der Tann Garten & Forst, Iphofen), Rolf Lehmann (Firma Motorland Lehmann, Bautzen), Josef Trübenbacher (Firma Trübenbacher, Markdorf), Hartmut Müller (Firma Endress Doberschütz, Doberschütz) und Jürgen Krieger, Chefredaktion Motorist.
Der Preis "Motorist des Jahres 2014", der erstmals auf dem „5. Motoristen-Kongress“ am 28. Februar 2015 verliehen wird, soll besondere Entwicklungen bzw. neue Konzepte in einem Motoristenbetrieb würdigen.
Bis zum 01. Oktober hatten die Fachhändler Gelegenheit, ihre Bewerbung einzureichen. Letztlich lagen dann 12 Bewerbungen auf dem Tisch, die zu sichten und zu bewerten waren.
Die Jury orientierte sich bei ihrer Auswahl an den Vergabekriterien, die den Ausschreibungsunterlagen beigelegen hatten. Danach sollte der Betrieb gesucht und geehrt werden, der im letzten Jahr insgesamt oder auf einem Teilgebiet einen besonders großen Schritt nach vorne gemacht hat, durch Service- oder Dienstleistungsangebote besonders erfolgreich war, oder sich und seinen Betrieb durch innovative Ideen vom Wettbewerb unterscheiden konnte. Weiter hieß es: In die engere Wahl kommen aber auch Betriebe, die sich auf einem Teilbereich (Werkstatt, Verkauf, Ausstellung, Marketing, Internet, Mitarbeiter usw.) besonders erfolgreich weiterentwickeln konnten.
Daneben mussten die Bewerber auf dem vierseitigen Teilnahmebogen eine Reihe von Fragen beantworten. Um möglichst gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, mussten allgemeine Daten zum Unternehmen, der Firmengeschichte, über Sortiment- und Kundenstruktur, aber auch zu betrieblichen Kenndaten, Marketingaktivitäten, Unternehmensführung oder Ausbildungsmöglichkeiten gemacht werden. Zum Schluss galt es, die eigenen Zukunftsperspektiven einzuschätzen, und zwar mit den eigenen Entwicklungsmöglichkeiten, aber auch mit den größten Risiken, die auf den Betrieb zukommen können.
Die Dutzend Bewerbungen zeigten erfreulicherweise einen guten Durchschnitt durch die Fachhandelslandschaft, und jede der Bewerbungen hatte ein sehr hohes Niveau. Das Spektrum der beteiligten Firmen reichte vom Einmannbetrieb über Betriebe mit bis zu acht Mitarbeitern bis zu einer Betriebsgröße von unter 20. Beschäftigten. Einer der Betriebe kann auf eine über 200 Jahre lange Firmengeschichte zurückblicken, ein anderer wurde erst 2009 gegründet.
Ein schwieriger Punkt in der Bewertung war der Internetauftritt. Einstimmig war die Jury der Meinung, dass ein Internetauftritt heute sein muss, das aber Internetshops nur dann positiv bewertet werden dürfen, wenn bestimmte Fachhandelskriterien eingehalten werden, die Kollegen nicht benachteiligen. Zwei Betriebe betreiben bereits einen solchen Internetshop. Hier wurde Sorge getragen, dass die genannten Kriterien auch tatsächlich eingehalten werden.
Die Jury hatte einen arbeitsreichen Tag zu absolvieren, um sich einen Überblick über die umfangreichen Bewerbungen zu verschaffen, und die Sieger einzugrenzen. In der ausgezeichneten Arbeitsatmosphäre wurden dann letztlich Nominierte und der Sieger einstimmig beschlossen.
Um die Spannung hochzuhalten, werden die Namen der Nominierten und letztlich dann der Sieger der Preis-Premiere erst auf dem Motoristen-Kongress am 28. Februar 2015 in Köln bekanntgegeben.
Der Artikel ist in Motorist 6/14 erschienen.