Grund zu feiern gab es Ende Juni in Bologna. Im Rahmen seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung beging der italienische Land- und Gartentechnik-Herstellerverband FederUnacoma sein 80-jähriges Bestehen. Mehr denn je sieht man sich in seiner zentralen Rolle bestätigt.
„Seit ihrer Gründung ist unsere Organisation stetig gewachsen, aber in den letzten Jahren haben sich die Aktivitäten deutlich beschleunigt“, resümiert Simona Rapastella, Geschäftsführerin von FederUnacoma, anlässlich des runden Geburtstags. Denn der 1945 von nur zehn Mitgliedsfirmen gegründete Verband hat sich über die Jahre zu einer zentralen Branchenvertretung entwickelt. Heute ist FederUnacoma eine der stärksten Organisationen im Verbund von Italiens größter Arbeitgebervereinigung Confindustria und stärkt die Branche neben der politischen Vertretung durch eine Vielzahl von Serviceleistungen. Zum Portfolio zählt so etwa die Eima International, die mit zuletzt 347.000 Besuchern die größte Landtechnikmesse Italiens. Auch im Ausland ist FederUnacoma mit diversen Veranstaltungen und Missionen aktiv. Allein 1.300 Veranstaltungen hat man im vergangenen Jahr organisiert. Zudem betreibt FederUnacoma 18 Websites und 11 Social-Media-Accounts und bringt sich in Schulungen ein.
Wichtiger Partner
Von zentraler Bedeutung sind laut Simona Rapastella aber auch die institutionellen Beziehungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Bereits in den 1950er Jahren spielte der Herstellerverband hier eine Schlüsselrolle, etwa bei der Schaffung des revolvierenden Fonds für den Kauf von Landmaschinen. Ein grundlegendes Ziel der FederUnacoma sei es auch weiterhin, die Mechanisierung als Schlüsselelement der Lieferketten in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie in der Agrarindustrie als erfolgreichen Sektor für Produkte Made in Italy zu fördern. Die Rolle der Agrarmechanik sei heute in den Institutionen und politischen Foren stark präsent. Aber auch in der öffentlichen Wahrnehmung habe der Sektor gewonnen und das Interesse an den Fahrzeugen, Geräten, hochautomatisierten Technologien und Robotern sei gewachsen. Auch darauf könne kann man stolz sein, so Rapastella.
Aktuelle Marktentwicklung
Etwas nüchterner fiel in der Jahreshauptversammlung der Blick auf die aktuellen Zahlen des ersten Quartals aus. Demnach ist der Absatz von Maschinen und Geräten für die Garten- und Grünflächenpflege leicht um 1,4 Prozent zurückgegangen. Während Schneeräumer, Blasgeräte, Heckenscheren und Motorsensen zulegen konnten, fielen die Umsätze bei Rasenmäher, Benzin-Freischneider und Kettensägen ab. Mit einer Trendumkehr rechnet Comagarden als Unterorganisation im FederUnacoma kurzfristig nicht, sodass die Bilanz im Bereich Gartentechnik zum Jahresende ähnlich ausfallen dürfte wie 2024. Einen deutlichen Rückgang verzeichnete 2024 der Bereich Landmaschinen. Hier drückte der Rückgang der weltweiten Nachfrage auf die italienischen Exporte, die mit 6,8 Milliarden Euro um deutliche 15 Prozent niedriger lagen als 2023. Frischen Wind verspricht sich FederUnacoma von einem neuen Rahmenabkommen mit der Universität Bologna. Im Rahmen einer dreijährigen Vereinbarung will man etwa auf dem Gebiet der Agrarmechanik und Robotik zusammenarbeiten.
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