Ein schwarzer Geldbeutel mit herausragenden Euro-Geldscheinen auf einem grauen Hintergrund.
Die Menschen in Deutschland halten ihr Geld fest. Hohe Lebenshaltungskosten dämpfen den Konsum. (Quelle: analogicus, Pixabay)

Aktuell 2025-12-08T11:13:48.905Z Finanzen 2026: Hohe Lebenshaltungskosten drücken die Stimmung

Laut dem Postbank Stimmungsbarometer von Dezember 2025 sorgt sich die deutsche Bevölkerung vermehrt um ihre Ausgaben.

Seit 2023 blick­te die Be­völ­ke­rung in Deutsch­land von Jahr zu Jahr zu­ver­sicht­li­cher auf die ei­ge­nen Fi­nan­zen – doch die­ser Auf­wärts­trend bricht ak­tu­ell ab. Fast die Hälf­te der Be­völ­ke­rung (47 Pro­zent) er­war­tet zwar wei­ter­hin, dass sich ihre fi­nan­zi­el­le Si­tu­a­ti­on po­si­tiv ent­wi­ckeln wird – doch der Wert ver­harrt auf dem Ni­veau des Vor­jah­res (48 Pro­zent). Gleich­zei­tig sorgt sich die Be­völ­ke­rung ver­mehrt um ihre Aus­ga­ben. Häu­figs­ter Grund sind die hohen Le­bens­hal­tungs­kos­ten (61 Pro­zent). Vor allem Be­frag­te mit einem mo­nat­li­chen Haus­halts­net­to­ein­kom­men von unter 2.500 Euro füh­len sich von den hohen Prei­sen über­for­dert – knapp 70 Pro­zent geben dies an; bei hö­he­ren Ein­kom­men sind es im­mer­hin noch knapp 57 Pro­zent. Sor­gen be­rei­ten auch das Bil­den von Rück­la­gen und die Al­ters­vor­sor­ge (35 Pro­zent). Lau­fen­de Kos­ten wie Miete oder Hy­po­the­ken­zin­sen be­las­ten 21 Pro­zent der Deut­schen. Wie sich die Aus­ga­ben für Ur­laub und Freizeit­gestaltung (17 Pro­zent) fi­nan­zie­ren las­sen und wie be­stehen­de Schul­den (15 Pro­zent) zu­rück­ge­zahlt wer­den kön­nen, stellt viele Men­schen eben­falls vor Her­aus­for­de­run­gen. Nur jeder Sechs­te (16 Pro­zent) ist der­zeit frei von fi­nan­zi­el­len Sor­gen.

„Nach Mo­na­ten der Ent­span­nung zie­hen die Prei­se wie­der an: Im Sep­tem­ber lag die In­fla­ti­ons­ra­te bei 2,4 Pro­zent, im Ok­to­ber bei 2,3 Pro­zent. Vor allem hö­he­re Prei­se für Dienst­leis­tun­gen und stei­gen­de Net­to­kalt­mie­ten trei­ben die Teu­e­rung. Gleich­zei­tig wir­ken die Be­las­tun­gen der au­ßer­ge­wöhn­lich hohen In­fla­ti­ons­pha­se der Jahre 2022 und 2023 wei­ter nach. Die hohen Le­bens­hal­tungs­kos­ten be­stim­men für viele Men­schen den All­tag – und sie drü­cken auf die Stim­mung, ob­wohl Re­al­löh­ne und Ar­beits­markt ei­gent­lich po­si­ti­ve Si­gna­le sen­den“, er­klärt Dr. Ul­rich Ste­phan, Chef­an­la­ge­stra­te­ge für Privat-​ und Fir­men­kun­den der Postbank, die ak­tu­el­le Stim­mungs­la­ge. Deut­lich zu­ver­sicht­li­cher als der Rest der Be­völ­ke­rung ist die junge Ge­ne­ra­ti­on. 67 Pro­zent der 18- bis 24-​Jährigen und knapp 64 Pro­zent der 25- bis 34-​Jährigen bli­cken op­ti­mis­tisch auf ihre fi­nan­zi­el­le Zu­kunft; der Be­völ­ke­rungs­durch­schnitt liegt bei nur 47 Pro­zent. Jeder drit­te junge Mensch unter 25 Jah­ren (33 Pro­zent) schätzt seine Lage sogar bes­ser ein als im Vor­jahr (Be­völ­ke­rungs­durch­schnitt: 17 Pro­zent).

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zuletzt editiert am 09. Dezember 2025