Inflation, Banknoten, Geld
Die Inflation drückt auf die Konsumfreude. (Quelle: Pixabay)

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16. January 2023 | Teilen auf:

Finanzielle Sorgen schlagen Angst vor Klimawandel

Ikea Life at Home Report zeigt: Am meisten macht den Menschen weltweit die Sorge um die wirtschaftliche Lage und finanzielle Situation zu schaffen, mehr noch als die Angst vor den Folgen des Klimawandels.

Das zeigt der neuste Ikea Life at Home Report, für den mehr als 37.000 Menschen in 37 Ländern weltweit befragt wurden. Demnach gehören die wirtschaftliche Lage (66 Prozent) und die finanzielle Situation der Menschen weltweit (61 Prozent) zu ihren größten Sorgen, gefolgt von den Auswirkungen des Klimawandels (56 Prozent). Auch in Deutschland sorgen sich die meisten Menschen um die Wirtschaft (62 Prozent), hier wird der Klimawandel (56 Prozent) aber an zweiter Position und damit häufiger als die eigenen Finanzen (49 Prozent) genannt.

Gestiegene Lebenshaltungskosten

Die gestiegenen Lebenshaltungskosten wirken sich auch auf das Leben zu Hause aus. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Befragten weltweit will Renovierungspläne zu Hause verwerfen oder zumindest verschieben. Und auch die Lebensqualität leidet darunter: Ein Fünftel (21 Prozent) macht sich Sorgen um die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Jeder Zehnte geht sogar davon aus, dass sich die steigenden Ausgaben auf wichtige Lebensereignisse wie die Heirat des Partners oder der Partnerin und die Familienplanung auswirken werden. Zwei von fünf Befragten geben zudem an, dass sie Hobbies und Aktivitäten außerhalb des Zuhauses einschränken werden, wenn ihre finanziellen Möglichkeiten geringer werden.

Rückzug aus Spargründen

„Nach zwei Jahren, die durch Lockdowns zum Schutz unserer Gesundheit geprägt waren, sehen viele Menschen nun die Notwendigkeit, vermehrt zu Hause zu bleiben, um Kosten zu sparen", sagt Katie McCrory, die verantwortlich ist für den Life at Home Report bei Ikea. Das habe zur Folge, "dass unser Zuhause jetzt mehr leisten muss als jemals zuvor." Doch nur die Hälfte der Befragten weltweit (56 Prozent) gibt an, sich im eigenen Zuhause wohlzufühlen. Doch der Report zeigt nicht nur negative Tendenzen. Wenn das Zuhause die eigene Persönlichkeit widerspiegelt, so ist die Wahrscheinlichkeit fast doppelt so hoch (1,7-mal), dass die Menschen es als Quelle für mentales Wohlbefinden empfinden. Vier von zehn Personen sagen, so der Bericht, dass sie ihr Zuhause positiver wahrnehmen als zur gleichen Zeit im letzten Jahr.

zuletzt editiert am 16.01.2023