Mit dem Bau eines zweiten Logistikzentrums im saarländischen Tholey will die Fricke Gruppe durch verkürzte Versandwege zukünftig ihren Zugang besonders zum französischen und süddeutschen Markt sowie Südeuropa stärken. Dynamik erhielt das Bauprojekt nun mit der Entscheidung für die Bremer AG als Generalunternehmer sowie psb als Logistikpartner.
Schon in diesem Februar soll je nach Witterungslage mit der Einrichtung der Baustelle in Tholey begonnen werden. Bereits ab Januar 2026 könnte dann der operative Anschluß der Intralogistik-Anlagen erfolgen. Realisiert wird das Projekt von der Bremer AG, einem der drei größten Generalunternehmer Deutschlands. Mit dem Paderborner Bauunternehmen, das kurz vor Jahreswechsel den Zuschlag erhielt, habe man einen vertrauensvollen Partner gefunden, um das für die Fricke Gruppe entscheidende Projekt umzusetzen, so Geschäftsführer Hans-Peter Fricke. „Dem Tag, an dem in Tholey die ersten Pakete verladen werden, sehen wir schon jetzt mit großer Vorfreude entgegen. Mit der Entscheidung für Bremer sind wir ihm nun einen großen Schritt nähergekommen“, zeigt dieser sich erfreut.
Fertigstellung für Herbst 2025 geplant
Bremer übernimmt bei dem neuen Logistikzentrum in Tholey die schlüsselfertige Ausführung aller Logistik- und Bürobereiche, was einer Investitionssumme von rund 50 Millionen Euro entspricht. Insgesamt investiert die Fricke Gruppe 160 Millionen Euro in das Projekt. Geplant ist die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts für das dritte Quartal 2025. In der Endausbaustufe wird das zweite Logistikzentrum der Fricke Gruppe eine Nutzfläche von insgesamt 80.000 Quadratmetern aufweisen und ist damit kapazitativ vergleichbar mit dem aktuellen Ersatzteilzentrallager am Heeslinger Hauptsitz.
psb wird Logistikpartner
Mit der Intralogistik hat Fricke die psb intralogistics GmbH aus Pirmasens beauftragt. Der Spezialist zählt zu den europaweit führenden Anbietern auf diesem Gebiet und konnte im Rahmen der Auftragsvergabe mit einer ganzheitlich durchdachten, innovativen und gleichzeitig flexiblen Lösung überzeugen, heißt es aus Heeslingen. Bereits im Dezember hatten sich die beiden neuen Geschäftspartner zur Vertragsunterzeichnung am Hauptsitz der Fricke Gruppe getroffen. Damit fiel der offizielle Startschuss für die Kooperation zwischen den familiengeführten, mittelständischen Unternehmen. „Mit psb intralogistics haben wir den passenden Partner gefunden, mit dem wir dieses große und anspruchsvolle Projekt umsetzen können“, freut sich Hans-Peter Fricke. „Neben dem überzeugenden Konzept war auch die hohe Fertigungstiefe bei psb für uns ein entscheidender Punkt. Der Großteil der Elemente unserer künftigen Anlage wird bei psb in Pirmasens konstruiert, realisiert und programmiert. Das bietet uns die nötige Planungssicherheit.“
Hoher Automatisierungsgrad
Im Fokus des Intralogistik-Konzepts für das Logistikzentrum Tholey steht ein hoher Automatisierungsgrad über alle Lagerbereiche und Prozesse hinweg. Ziel ist die hocheffiziente Bearbeitung von Kundenbestellungen, die u. a. durch eine optimale Konsolidierung von Teilaufträgen aus verschiedenen Lagerbereichen erreicht werden soll. Mit weniger Sendungen pro Bestellung soll auch die Kundenzufriedenheit noch weiter erhöht werden. Eine wichtige Rolle spielt zudem die flexible Erweiterbarkeit von Lager- und Bearbeitungskapazitäten, um Erweiterungen hinsichtlich des Sortiments, des Lagerbestands und der Zielgebiete problemlos zu ermöglichen. Knapp 50 Millionen Euro lässt sich Fricke die dafür notwendige komplexe Intralogistik kosten. So plant und realisiert psb die Intralogistikanlagen am Standort Tholey mit einer eng aufeinander abgestimmten Systemtechnik, Steuerung und IT-Organisation.
