Starke Ausstellerpräsenz, prämierte Neuheiten, eindeutige Maschinentrends und jede Menge News am Rande: Die diesjährige GaLaBau präsentierte sich einmal mehr als zentrales Branchenradar für Motoristen. Vier Tage lang konnten diese sich vom 15. bis 18. September in Nürnberg über die Neuheiten und Strategien ihrer Industriepartner und solcher, die es werden wollen, informieren. Unübersehbar war der klare Shift ins Commercial-Segment und ein breiter Angriff im Bereich Robotik.
Wenn sich auf der GaLaBau eine Erkenntnis durchgesetzt hat, dann die, dass ein „weiter so wie bisher“ immer weniger Bestand haben kann. Das war allenthalben zu spüren. Begonnen beim Angebot der einschlägigen Lieferanten aus dem Bereich der Motoristik, die sich, wenn sie es nicht sowieso schon tun, zunehmend auf die professionelle Kundschaft fokussieren. Im Akkusegment teilt sich dies durch immer höhere Leistungsklassen, Standzeiten und abermals gesteigerte Ladezeiten und -möglichkeiten mit, beim Maschinenangebot in Form von autonomen Großflächenmähern und Mähraupen, die auf der GaLaBau 2026 bereits vorgestellt oder für die kommende Saison angekündigt wurden. Diesem Trend folgten auch zahlreiche chinesische Anbieter, die sich in diesem Jahr teils erstmals auf der Messe präsentierten. Auch sie hatten keinesfalls nur Mähroboter für den privaten Einsatz im Gepäck. Der Angriff im Bereich Robotik erfolgt vielmehr auf breiter Front. „Die Wettbewerber von morgen kommen aus China“, gab entsprechend Micha Mörder, Sales Manager Deutschland bei Toro , zu Protokoll.
Starkes Ausstellerfeld
Mit ihm waren jedoch auch andere etablierte Anbieter gut vertreten. Rund 1.100 Aussteller aus 34 Ländern zählte die diesjährige GaLaBau insgesamt. Damit erreichte die internationale Beteiligung abermals ein hohes Niveau, denn auch knapp 34 Prozent der Aussteller kamen diesmal aus dem Ausland. Mit knapp 61.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche waren die insgesamt 14 Messehallen gut gebucht. Auch im Bereich Motoristik fand sich mit Anbietern wie Ariens , Asecos , bema , Briggs & Stratton , Cemo , Echo , Ecoweedkiller , Egholm , EGO , Eliet , Etesia , Fricke/Granit , Greenwork/Globetech , Grillo , Hako , Herkules , Honda , Husqvarna , Iseki , John Deere , Kärcher Municipal , Köppl , Kramp , Kress , Kubota , LS , Milwaukee , MultiOne , Navimow , Negri , Oregon , Pellenc , Rampelmann & Spliethoff , Rapid , Rotor , Rumsauer , Sabo , solo by Al-Ko , Stiga , Stihl , Sunseeker , Tielbürger , Toro , Zacho , ZZ Robotics und weiteren ein breites Spektrum. Zu den Newcomern im Bereich Robotik zählten hier Anthbot , i-garden , Mowrator , Nexlawn , Pudu , Roborock , Terramow und Yarbo . Ebenfalls ein Debüt feierte Topsun und nach längerer Ausstellpause zurück meldete sich Stiga. Auch Honda setzte sein Engagement nach seinem Comeback nach längerer Pause zur GaLaBau 2024 in diesem Jahr fort und das mit einer klaren Botschaft: „Die GaLaBau ist für uns eine wichtige Messe und wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, erklärte Claudia Plock, Countrymanagerin Deutschland für die Sparte Power Products, am Donnerstagabend gegenüber Motorist.
Positives Fazit
Diesem positiven Fazit schlossen sich auch weitere Anbieter an. Als „richtig klasse“ beurteilte etwa Mayk Litschke von Etesia die Branchenmesse bereits am Mittwoch. Tags zuvor, am Messedienstag, der in der neuen Tagesfolge der erste Veranstaltungstag war, hatten sich die Hallen zunächst zwar noch zögerlich gefüllt, was aber wohl dem Umstand geschuldet war, dass der 16. September in Bayern zugleich der Tag der Einschulung war, zudem für viele ein Anreisetag und das schöne Wetter den einen oder anderen Gewerblichen vielleicht doch noch eher auf seine Baustelle gezogen hatte als auf das Nürnberger Messegelände. Am Mittwoch und Donnerstag waren die Gänge und Stände der GaLaBau jedoch gut frequentiert. Knapp 68.000 Fachbesucher aus über 90 Ländern zählte die Messe selbst. Damit verzeichnete die GaLaBau im Vergleich zur Vorveranstaltung 2024 erneut ein Besucherwachstum und konnte ihre internationale Reichweite auf elf Prozent ausbauen.
Veranstalter zufrieden
Für die Veranstalter war das „Familientreffen der grünen Branche“ nach vier gelungenen Messetagen denn auch ein voller Erfolg. „Die GaLaBau 2026 hat gezeigt, wie viel Innovationskraft, Fachkompetenz und Gestaltungswille in der internationalen Grünbranche stecken. Vier Tage lang war Nürnberg der zentrale Treffpunkt für alle, die lebenswerte, klimaresiliente und zukunftsfähige Freiräume gestalten. Die hohe Beteiligung und die intensive fachliche Vernetzung unterstreichen die Bedeutung der GaLaBau als internationale Leitmesse und wichtigste Plattform für den Austausch innerhalb der Branche“, erklärt Isabel Grundner, Head of Brand Strategy GaLaBau bei der NürnbergMesse. Auch der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) zieht als ideeller Träger der GaLaBau ein positives Resümee. BGL-Präsident Thomas Banzhaf: „Vier Tage lang hat die internationale Messe GaLaBau der Welt gezeigt, was der Garten- und Landschaftsbau leisten kann. Das wurde erlebbar in der „Zukunft grüner Lebensräume“, unserem BGL-Messeauftritt: ein Mini-Stadtquartier, das große Themen genial zu einem lebendigen, spannenden Auftritt verbunden hat. Unsere Botschaft nach Berlin und in die Welt: Wir können aus grauen Flächen lebenswerte Orte machen. Wir können Regenwasser dort halten, wo es gebraucht wird. Wir können Gebäude, Straßen und Plätze grüner, kühler und widerstandsfähiger machen. Die grüne Transformation unserer Städte ist kein abstraktes Zukunftsprojekt. Sie ist machbar – mit uns.“
Position bestätigt
Beeindruckt von der Atmosphäre und dem Engagement der Branche zeigte sich auch der Wissenschaftsjournalist und Autor Ranga Yogeshwar, der mit seiner Eröffnungs-Keynote „Emils Welt“ die diesjährige Fachmesse einleitete: „Während in vielen Bereichen über Themen wie künstliche Intelligenz und den rasanten Wandel diskutiert wird, zeigt die GaLaBau, dass die Zukunft auch ganz anders gestaltet werden kann: durch Menschen, die sich mit Engagement, Fachwissen und Leidenschaft für lebenswerte grüne Räume einsetzen. Diese positive und lösungsorientierte Haltung macht mir Hoffnung für die Zukunft.“ Die GaLaBau 2026 habe ihre Position als internationale Leitmesse für Urbanes Grün und Freiräume eindrucksvoll bestätigt, hieß es.
Rundes Paket
Dazu trugen nicht nur die vielen Aussteller in den Messehallen und auf dem Freigelände bei. Auch der Grün-Blaue-Pfad, der bereits zum dritten Mal besonders nachhaltige Produkte auswies, erfreute sich eines regen Zulaufs. Zu weiteren Besuchermagneten zählten zahlreiche Preisverleihungen und Vorträge sowie die praxisnahen Vorführungen auf den Aktionsflächen im Freigelände wie der Landschaftsgärtner-Cup 2026. Auch Motorist hatte auf dem Forum by asecos academy ein Highlight zu bieten: Am 16. September wurde dort der Unternehmerpreis „Motorist des Jahres“ 2026 verliehen. Dieser ging an die glückliche und verdiente Gewinnerin Stefanie Sabel aus dem Westerwald (Lesen Sie hier mehr). Nach vier erfolgreichen Messetagen richtet sich der Blick der Veranstalter nun bereits auf die nächste GaLaBau. Stattfinden wird diese vom 12. bis 15. September 2028 wie gewohnt in Nürnberg. Mehr zu den Neuheiten und den News rund um die GaLaBau 2026 lesen Sie ausführlich in der Oktober-Ausgabe von Motorist.
