Ein Mann in einem dunklen Anzug mit Krawatte lächelt in die Kamera. Im Hintergrund sind unscharfe grüne Blätter zu sehen.
BGL-Präsident Thomas Banzhaf (Quelle: Martin Rottenkolber)

Aktuell 2025-12-04T13:08:10.877Z GaLaBau: stabile Geschäftslage aber wenig Wachstumsspielraum

Die schwache gesamtwirtschaftliche Lage hinterlässt Spuren im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Während die Auslastung im Neubau konstant bleibt, zeigen sich andere Indikatoren verhalten. Impulse erhofft man sich vom angekündigten Bau-Turbo.

Das zeigt die BGL-Herbstumfrage 2025, an der sich insgesamt 668 Mitgliedsbetriebe der Landesverbände des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus beteiligten. Erfragt wurden unter anderem Geschäftslage, Auftragssituation, Gewinnerwartungen sowie Beschäftigungsentwicklung. Demnach bewerten 56 Prozent der GaLaBau-Betriebe ihre Geschäftslage als „gut“, rund 37 Prozent als „befriedigend“ und sieben Prozent als „schlecht“. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich etwas eingetrübt, dennoch bleibt der Optimismus: Sechs Prozent der Betriebe erwarten eine Verbesserung, 73 Prozent eine gleichbleibende und 21 Prozent eine schlechtere Geschäftslage. Die Auftragslage bleibt im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. 31,2 Prozent der Betriebe gaben an, dass ihre Auftragslage schlechter sei als im Vorjahr – ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte gegenüber 2024 (30,9 Prozent). Der Anteil der Unternehmen, die ihre Auftragslage als gleichbleibend einstufen, liegt bei 53,6 Prozent (2024: 57,3 Prozent), während aber 15,3 Prozent eine Verbesserung melden (2024: 11,9 Prozent). Damit bleibt die Gesamtsituation auf einem konstanten Niveau. Im Neubausektor zeigt sich eine gleichbleibende Auslastung: Der durchschnittliche Auftragsbestand liegt wie im Herbst 2024 bei 17,0 Wochen.

Krisenfest

Die wirtschaftliche Lage im GaLaBau bleibt herausfordernd, doch viele Betriebe beweisen Krisenfestigkeit. Zwar bewerten 11,5 Prozent der Unternehmen ihre Ertragslage als unbefriedigend (2024: 11,5 Prozent), doch knapp 50 Prozent sehen sie als verbesserungsfähig (2024: 45,9 Prozent), und 38,6 Prozent berichten, dass ihre Gewinne den Erwartungen entsprechen (2024: 42,6 Prozent). Damit bleibt das Ertragsumfeld anspruchsvoll, aber stabil. Erfreulich ist zudem die stabile Beschäftigungslage: 38 Prozent der Unternehmen hat ihre Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Durchschnittlich zählen die Betriebe 22 Beschäftigte. Die Betriebe blicken verhalten optimistisch auf die weitere Entwicklung der Branche.  

Zuversicht überwiegt

Für das aktuelle Jahr bewerten 6,6 Prozent die gesamte Branche mit der Note 1 (sehr gut), 44,8 Prozent mit Note 2 (gut) und 37,6 Prozent mit Note 3 (befriedigend). Damit wird das laufende Jahr insgesamt noch positiv eingeschätzt. Mit Blick auf die nächsten fünf Jahre erwarten 3,5 Prozent eine sehr gute, 39,2 Prozent eine gute und 39,5 Prozent eine befriedigende Entwicklung der Branche – ein Zeichen für langfristiges Vertrauen, aber auch für realistische Einschätzungen angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Etwas optimistischer fällt die Bewertung für den eigenen Betrieb aus: Im aktuellen Jahr vergeben 10,8 Prozent die Note 1, 48,6 Prozent die Note 2 und 29,8 Prozent die Note 3. Auch der fünfjährige Betriebsausblick bleibt positiv: 7,3 Prozent erwarten eine sehr gute, 45,9 Prozent eine gute und 35,9 Prozent eine befriedigende Entwicklung. Damit überwiegt die Zuversicht, dass der GaLaBau seine stabile Position auch in der Zukunft behaupten kann. 

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zuletzt editiert am 04. Dezember 2025