Mit Gartenland und Granit verfolgt die Fricke-Gruppe seit Jahren erfolgreich zwei Markenkonzepte, an denen sich europaweit Motoristen beteiligen können. Bisher war der Fricke-Stammsitz Heeslingen auch der Sitz der beiden Marken. Seit September 2014 ist Zeven nun der neue Standort von Gartenland. In einem repräsentativen Umbau und mit einem runden Konzept soll der Erfolg weiter wachsen. Wir haben uns von Geschäftsführer Volker Mahnken und Produktmanager Ralf-Peter Matthies das Konzept mit einigen ungewöhnlichen Details vor Ort erläutern lassen.
Man betritt die 2.000 m² große Ausstellung auf dem insgesamt 4.000 m² umfassenden Gelände über den vorgelagerten Parkplatz. Der große Raum wird nur durch wenige Säulen unterbrochen, und sofort fällt das zentrale Atrium in der Mitte auf, durch den sehr viel Licht in den Raum fällt. Unter der Glaskuppel des Atriums findet dann der zweite Blick den großen Indoorteich, die Attraktion des Verkaufsraumes. Um ihn herum sind kleine Präsentationsinseln zu sehen, auf denen je nach Jahreszeit einzelne Maschinen präsentiert werden. Etwas erhöht auf einem großen Holzpodest ist dann noch eine Sitzgruppe aus Gartenmöbeln platziert, die zum Verweilen am Becken mit Blick auf japanische Kois einlädt. Hier kann sich der Besucher auch an diversen Getränken bedienen, die in einer Cafébar bereitstehen.
Konzeptdetails
Unter der Marke „Gartenland“ sind neben der gleichnamigen Eigenmarke rund 50 andere Lieferanten zu finden. Und bundesweit arbeitet man derzeit mit rund 1.200 Motoristen zusammen. Sie werden mit einem eigenen Außendienst betreut. Dabei stehen Gartenland und Granit eindeutig im Vordergrund und werden konsequent unabhängig von den anderen Marken geführt. Sichtbar wird das u. a. im Katalog und in den Prospekten, in denen die beiden Fricke-Marken ganz im Vordergrund stehen.
Zum besonderen Konzept gehört auch, dass man nicht über das Internet verkauft – „und das wird auch so bleiben“, betont Produktmanager Matthies. „Wir wollen im Gegenteil mit unserem Konzept sogar ein Gegengewicht zum Internet sein – wir glauben an den lokalen Handel und dass der Kunde hochwertige Motorgerätetechnik vor allem vor Ort und mit Service kaufen möchte, und nicht anonym und ohne Service im Internet“ ergänzt Mahnken. „Wir versuchen grundsätzlich über die Produktvorteile und den Service zu verkaufen, daher stehen Preisnachlässe im Privatkundenbereich bei uns nicht im Vordergrund und sind auf das Minimale beschränkt.“ Zusammen mit der neuen Erlebniswelt will man auch noch genauer feststellen und lernen, was der Partner „Kunde“ heute möchte, um sich so seinen Bedürfnissen noch stärker annähern zu können.
Insgesamt wünscht man sich von deutlich mehr Fachhändlern, ebenfalls diesen Weg über den hochwertigen, lokalen Verkauf mit bester Beratung und hervorragendem Service zu gehen. Dieser Weg scheine aber derzeit für viele Motoristen der beschwerlichere zu sein. Aber auf Dauer und zukunftsgerichtet könne nur er erfolgreich sein, betonen die Gesprächspartner.
Der neue Standort soll auch die Partnerhändler begeistern. Von ihnen gibt es um Zeven herum alleine 60. Sie – aber auch die anderen - können mit ihren Kunden vorbeikommen und vor Ort ungestört ihre Gespräche führen. Auch für sie bietet der repräsentative Betrieb damit viele Vorteile.
Eine Idee, die aus den Autohäusern kommt, ist der separate Übergabebereich für neue Geräte im betriebsfertigen Zustand. Der Bereich ist bewusst in die große Verkaufshalle integriert und damit bekommt der Vorgang ein besonderes Flair. Der Bereich liegt ganz in der Nähe eines Rolltores, damit der Kunde nach der offiziellen Übergabe sein neu erworbenes Gerät ohne Probleme aufladen und mitnehmen kann.
Die Motorgeräte nehmen am neuen Standort den weitaus meisten Platz ein. Aber auch die Ersatzteilmarke „Granit“ wird in einem kompletten Shopsystem gezeigt.
Beitrag auszugsweise aus MOTORIST 3/15.