Im Gegensatz zum Wetter zeigt sich die Stimmung der deutschen Verbraucher im Frühsommer 2016 von ihrer sonnigen Seite.
Für Juli prognostiziert der Konsumklima-Gesamtindikator der GfK 10,1 Punkte nach 9,8 Zählern im Juni.
Die Verbraucher sehen die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten in einer guten Verfassung. Dies signalisiert der deutliche Anstieg der Konjunkturerwartung in diesem Monat. In deren Sog klettert die Einkommenserwartung auf einen neuen Höchstwert seit der Wiedervereinigung. Lediglich die Anschaffungsneigung büßt etwas ein, weist aber nach wie vor ein überaus hohes Niveau auf.
Die Konjunkturerwartungen der Bundesbürger verbessern sich im Juni deutlich. Der Indikator gewinnt 9,7 Punkte hinzu und liegt nun bei 18 Zählern. Dies ist bereits der dritte Anstieg in Folge und der höchste Wert seit Juni 2015.
Für Deutschland ist aber die Entwicklung der Beschäftigung die wichtigste Stütze des Konjunkturindikators. Und die Zahl der Erwerbstätigen steigt nach wie vor. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit erreichte sie im April mit 43,4 Mio. den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Im Sog verbesserter Konjunkturaussichten legt auch die Einkommenserwartung spürbar zu. Seit 1991 erhebt die GfK die Studie für Gesamtdeutschland.
Da zudem die Inflationsrate fast bei 0 % liegt, bedeuten nominale Einkommenszuwächse eine nahezu gleich starke Steigerung der Kaufkraft.