Einkaufsstraße
Bilder wie diese dürften noch auf sich warten lassen. Die Auflagen für den Handel bleben streng. Quelle: Jörg Möller / pixabay

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29. April 2021 | Teilen auf:

Die GfK rechnet nicht mit baldiger Erholung

Steigende Infektionszahlen in der dritten Corona-Welle und die bundesweite „Notbremse“ belasten aus Sicht der GfK das Konsumklima. Aussicht auf schnelle Erholung gibt es nach Einschätzung von Experten nicht. Einige Unternehmen könnten in die Insolvenz getrieben werden.

„Die dritte Welle wird dafür sorgen, dass die Erholung der Binnenkonjunktur weiter auf sich warten lässt. Der Konsum wird in diesem Jahr – wie bereits 2020 - keine Stütze der Konjunktur sein. In den Jahren vor der Krise haben die privaten Konsumausgaben noch einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der deutschen Wirtschaft geleistet“, so der GfK-Experte Rolf Bürkl.

Konsumklima im Mai rutscht ab

Während die sogenannte Anschaffungsneigung noch einmal moderat zulegt, müssen die Konjunktur- und Einkommenserwartung deutliche Einbußen hinnehmen. Die Marktforscher prognostizieren für das Konsumklima für Mai 2021 einen Wert von -8,8 Punkten und damit 2,7 Punkte weniger als im April dieses Jahres.

Zerschlagene Hoffnungen und Angst vor Arbeitslosigkeit

Noch zum Zeitpunkt der GfK-Erhebung in der ersten Märzhälfte stieg bei vielen Beschäftigten im Handel die Hoffnung, dass sie mit der Wiedereröffnung der Geschäfte aus der Kurzarbeit kommen werden und sich damit auch ihre Einkommensposition spürbar verbessern kann. Diese Hoffnung habe sich nun wieder zerschlagen. Mit der Verschärfung des Lockdowns dürfte sich zudem die Angst vor Arbeitslosigkeit erneut verstärkt haben, so die Forscher. Es sei zu befürchten, dass dadurch einige Unternehmen in die Insolvenz getrieben werden.