Unternehmensführung 2015-10-29T00:00:00Z GfK-Konsumklima - Konsumoptimismus lässt nach

Bei den deutschen Verbrauchern lässt die gute Stimmung der vergangenen Monate langsam nach. Die Konjunkturerwartung geht – wie bereits im Vormonat – deutlich zurück. Offenbar steht dieser Indikator besonders unter dem Eindruck der anhaltenden Flüchtlingskrise. Dagegen sinkt die Anschaffungsneigung nur leicht. Die Einkommenserwartung bestätigt ihren Wert aus dem Vormonat.

Die Konjunktursorgen der Bundesbürger sind im Oktober gewachsen. Der kontinuierliche Rückgang der Konjunkturaussichten geht einher mit der Befürchtung vieler Bundesbürger, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten verschlechtern wird.

70 % derjenigen, die davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten ansteigen wird, sehen die wesentliche Ursache in der Flüchtlingskrise, also dem anhaltend starken und teilweise unkontrollierten Zustrom von Asylbewerbern.

Einkommenserwartung trotz steigender Konjunktursorgen stabil

Aktuell trotzen die Einkommenserwartungen den stetig größer werdenden Konjunktursorgen. Im Sog sinkender Konjunkturaussichten muss auch die Anschaffungsneigung im Oktober geringe Einbußen hinnehmen. Trotz dieses neuerlichen Rückgangs ist die Konsumfreude immer noch sehr ausgeprägt. Vor allem stabile Beschäftigungsverhältnisse sowie spürbar steigende Einkommen sind die wesentlichen Stützen. Die positive Stimmung zeigt sich aber auch in der Realität. Nach den ersten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung im Einzelhandel ist der Umsatz im August real und nominal um jeweils 2,5 % gegenüber August 2014 gestiegen.

Konsumklima sinkt

Für November 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 9,4 Punkte nach 9,6 Zählern im Oktober. Hierbei handelt es sich bereits um den dritten Rückgang in Folge. Allerdings ist das Niveau nach wie vor durchaus zufriedenstellend. Die sehr gute Entwicklung im Einzelhandel ist derzeit eine wesentliche Stütze des Konsumklimas.

Die weitere Entwicklung der Konsumstimmung wird vor allem auch davon abhängen, ob sich die Verunsicherung hinsichtlich der Arbeitsmarktentwicklung weiter verstärkt. Sollte dies der Fall sein und die Beschäftigten zunehmend Angst um ihren Job bekommen, wird dies der Konsumfreude einen deutlichen Dämpfer versetzen.

Zur Studie

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima Maxx“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.

Weitere Informationen unter www.gfk.com/de .

zuletzt editiert am 26. März 2021
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