Unternehmensführung 2016-08-30T00:00:00Z Grills beim Motoristen (1) - Die Chance ergreifen

Immer mehr Motoristen bieten auch Grillgeräte an. Ist dieses neue Geschäftsfeld wirklich so ansprechend, wie manche meinen?

„Ja“, sagen die Grillhersteller – denn der Markt wächst. Wir zeigen Ihnen, welche Vorteile ein Grillsortiment bietet.

Seitdem die Werner Julmi GmbH in den 1970er-Jahren gegründet wurde, hat sich viel getan. Angefangen hat es bei dem ostwestfälischen Motoristen mit Agrartechnik, später kamen weitere Gartengeräte sowie Zaunsysteme und Gartenhäuser hinzu. Seit drei Jahren bietet Julmi in seinen zwei Verkaufsstellen nun auch Grillgeräte an. „Im letzten Frühjahr haben wir sogar die Marke Outdoorchef eingeführt“, sagt Thomas Schnabel, der für das Marketing bei Julmi verantwortlich ist. „Grund dafür war nicht zuletzt die stetig wachsende Beliebtheit des Grillens“, erklärt er.

Die Welt im Grillwahn

Wer während der warmen Monate die Augen offen hält, wird kontinuierlich mit dem Thema „Grillen“ konfrontiert. Es scheint, als würde der Trend zum Garen auf dem Rost von Jahr zu Jahr ebenso zunehmen wie die Werbung. Und dieses Gefühl trügt nicht: Der Grillmarkt wächst zwar verhalten, dafür aber stetig, und ein Ende ist nicht in Sicht. Dies bestätigen sowohl Detlef Schultze, Geschäftsbereichsleiter für den Vertrieb beim Grillhersteller Rösle , als auch Dirk Hannappel, Teamleader Sales bei Coleman Emea , zu der die Grillmarke Campingaz gehört. „In den letzten Jahren hat sich eine Wandlung vom eher nutzenorientierten, einfachen Grillen hin zum absoluten Lifestyle-Thema vollzogen“, sagt Hannappel. „Während man mit ,Grillen‘ vor Jahren noch die schnelle Zubereitung von Würstchen und Steaks assoziiert hat, werden heute ganzjährig sehr kreativ und vielfältig ganze Menüs in der Natur zubereitet.“ Und deshalb ist der Kunde auch bereit, heute mehr für Grills, Zubehör und Grillzutaten auszugeben als noch vor ein paar Jahren, wie auch Schultze bestätigt: „In den vergangenen zehn Jahren ist der Grillmarkt laut Zahlen der IFH Köln von 489 Mio. Euro auf 1,167 Mrd. Euro angewachsen.“

Die aktuellen Trends auf dem Grillmarkt: Gasgrills, Zweitgeräte und Niedrigtemperaturgaren. Letzteres – vor wenigen Jahren lediglich den ambitionierten Grillern bekannt – ist das Grillen von Fleisch über drei bis 24 (!) Stunden bei konstanten Temperaturen zwischen 100° und 130° C, beispielsweise auf Smokern. Seitdem diese großen Grillgeräte und dazu Gerichte wie Pulled Pork immer häufiger in der Öffentlichkeit zu finden sind, wird auch bei Gelegenheitsgrillern die Lust am Smoken und Räuchern geweckt.

Des Weiteren ist zu erkennen, dass Grillequipment immer erschwinglicher wird: Während hochwertige Gasgrills mit Features wie Seitenkochern, Drehspießfunktion und mehreren Brennern vor wenigen Jahren noch mindestens 1.500 Euro kosteten, sind gut ausgestattete Grills mittlerweile auch für einen dreistelligen Betrag erhältlich. Dabei wächst die Zahl der Anbieter, denn zu den etablierten und beliebten Grillherstellern wie Weber , Napoleon und Broil-King gesellen sich heute viele andere Marken. Dass auch das untere Preissegment aufgeholt hat, zeigen Vergleichstests. Kurz: Die Konkurrenz schläft nicht, das Grillgeschäft lebt!

Geschaffen für Motoristen

Was die beiden Vertriebsexperten von Rösle und Campingaz gemeinsam haben: Sowohl Hannappel als auch Schultze haben vor ihrer Tätigkeit für die beiden Grillhersteller in der Motoristenbranche gearbeitet. Deshalb haben sie auch ein Gespür dafür, was im Motoristen-Sortiment funktioniert und was nicht. „Wir können feststellen“, sagt Schultze, „dass auch bei den Motoristen ein wachsendes Interesse besteht, die Sortimente mit Markengrills und BBQ-Zubehör zu ergänzen“.

Doch warum ist das Thema Grillen für Motoristen so interessant?...

…Lesen Sie den kompletten Beitrag in MOTORIST 04/2016.

zuletzt editiert am 26. März 2021
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