Die Zeit steht nicht still. Mit ihr kommen und gehen Veränderungen. So wie sich der Motorist in den vergangenen 40 Jahren gewandelt hat, hat sich auch die Branche weiterentwickelt. Eins hat allerdings Bestand: die enge Zusammenarbeit zwischen Fachhandel und Herstellern.
Am Anfang bestimmten nur ein paar Unternehmen den Markt der Gartengeräte und machten Produkte aus dem Profibereich auch für private Anwender erschwinglich. Neue Player kamen hinzu, das Portfolio erweiterte sich und die Technologie veränderte sich rasant. Heute erzielt der Gartenmarkt laut klaus peter teipel research & consulting einen Gesamtumsatz von 19.723 Millionen Euro (2025), wovon die Hartwaren im vergangenen Jahr 7.273 Millionen Euro ausmachten.
Rasante Entwicklung im Gartenmarkt
Elektronik, Digitalisierung, Akkutechnik und Sensorik krempelten die Grüne Branche um. Im Haushalt zogen immer mehr intelligente, digitale Helfer ein, die den Alltag erleichtern sollten. Diese Erwartungshaltung übertrug sich auch auf den Gartenmarkt. Die Hersteller entwickelten immer mehr Produkte und Systeme zur Erleichterung der Gartenarbeit und zur Unterstützung der Gartenbesitzer: smarte Bewässerungssysteme etwa, die, versehen mit Bodensensoren, nur noch bei Bedarf anspringen und so Ressourcen schonen; intelligente Rasenroboter, die den Rasen durch permanentes Schneiden dichter und belastbarer machen; leistungsstarke Akku-Produkte, die einfacher und unkomplizierter in der Handhabung sind und weniger Abgase ausstoßen als ihre Konkurrenten mit Verbrennungsmotor. 2025 lag der Anteil von Akkuprodukten laut einer IVG Erhebung bei 70 Prozent.
Neue Herausforderungen und Chancen
Aus dieser Entwicklung ergaben sich auch für den stationären Handel Veränderungen. Wartungsintensität der Produkte wurde ersetzt durch einen erhöhten Beratungs- und Installationsbedarf. Im Mittelpunkt stehen heute proaktive und KI-gestützte Wartung. Allerdings sind in einigen Segmenten benzinbetriebene oder kabelgebundene Varianten die bessere Wahl für bestimmte Anwendungen, sodass analoge Technologien und mechanisches Know-how immer noch gefragt und menschliche Expertise weiterhin vonnöten ist.
Zunehmende Autonomie von Systemen
Für die Hersteller bedeuten Digitalisierung und Akkutechnik gemeinsame Schnittstellen und branchenweite Standards. Um Ressourcen zu schonen, bieten einige Unternehmen daher Akkus an, die in verschiedenen Werkzeugen und sogar herstellerübergreifend eingesetzt werden können. Ein großes Thema ist zudem die europäische Gesetzgebung, wie etwa die Batterieverordnung, welche eine genaue Offenlegung des CO₂-Fußabdrucks und strikte Recyclingquoten fordert. Die zunehmende Autonomie von Systemen bringt darüber hinaus komplexe haftungs- und datenschutzrechtliche Fragestellungen mit sich, die neue Verantwortlichkeiten mit sich bringen und auch in Zukunft eine enge Zusammenarbeit von Herstellern und Handel erfordern.


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