Eine Frau liegt in einer Hängematte.
Gerade in Krisenzeiten hat der Garten für viele Menschen einen hohen Wert. (Quelle: Pexels/ArtHouse Studio)

Handel & Hersteller

07. October 2022 | Teilen auf:

Gute Hoffnungen für Garden Living

Gute Nachrichten kommen dieser Tage von dem Kölner Marktforschungsinstitut Marketmedia24. Laut einer aktuellen Studie könnte der Bereich Garden Living bereits 2024 wieder zulegen. Besonders Licht im Garten ist gefragt.

Während vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen die Verunsicherung in der Bevölkerung wächst und die Konsumneigung sinkt, fallen Umsatzerwartungen für einzelne Branchen weit weniger katastrophal aus, heißt es demnach. Beispielsweise kann die Garden Living-Welt bereits 2024 wieder in den Wachstumsmodus schalten, so das Best Case-Szenario im „Branchen-REPORT Garden-Living 2022“ von Marketmedia24.

Durch die Krise

Zunächst muss das Segment jedoch noch Abstriche verzeichnen: Im ausklingenden Jahr 2022 droht den Garden-Living-Produkten demnach insgesamt zunächst ein Umsatzminus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 werden lediglich die Online-Anbieter 2022 einen positiven Jahresabschluss vorweisen können. Für stationäre Handelsformate erwartet Marketmedia24 dagegen negative Bilanzen. Aber es gibt auch Lichtblicke: So gehen die Kölner Marktforscher beispielsweise im optimistischsten Szenario davon aus, dass „Licht im Garten“ ein Umsatzwachstum von 3 Prozent erreichen könnte. Das verwundert wenig, denn nicht erst seit der Energiekrise stehen speziell Solar betriebene Leuchten bei den Konsument7innen hoch im Kurs. Das zeigen auch aktuelle Auswertungen von 7.997 Amazon-Rezensionen in der neuen Garden-Living Studie. Aus diesen Kommentaren wurde herausgefiltert, was Käufer/innen und Produktinteressierte wirklich thematisieren.

Garten statt Urlaub

Tatsächlich zeichnen sich krisenbedingt auch Chancen für die Garden-Living-Branche ab. So wird sich laut Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), die Tourismusbranche 2023 nicht von der allgemeinen Inflation abkoppeln können. Die reisefreudigen Deutschen müssen also mehr für ihren Urlaub ausgeben, während gleichzeitig die meisten dafür weniger Geld zur Verfügung haben werden. Damit rücken für freie Zeit und Urlaub die eigenen Gärten, Balkone und Terrassen zurück in den Fokus der Menschen. Und damit dürfte auch der negativen Stimmung in der Garden-Living-Branche eine Absage erteilt werden. Auch wenn sich Importeure aktuell große Sorgen machen, da die Logistikkosten für Outdoor-Möbel aus Asien dramatisch gestiegen sind. Kaufimpulse für Garden-Living lassen sich außerdem aus der Energiekrise ableiten. So wird moderne Lichttechnik für die Beleuchtung von Häusern und im Garten auch im Jahr 2023 ein wichtiges Thema sein. 7.997 Kunden-Feedbacks, die mit der intelligenten Sprachanalyse Software von Cauliflower, Hamburg, für 117 Produkte für den „Branchen-REPORT Garden Living 2022“ ausgewertet wurden, unterstreichen, dass bei „Licht im Garten“ energiesparende Produkte als wichtig eingestuft werden.

zuletzt editiert am 10.10.2022