Unternehmensführung 2012-08-08T00:00:00Z Handgeschobene Kehrmaschinen

Es gibt Produkte, die noch relativ selten bei Motoristen zu finden sind. Dabei gehören sie einfach ins Sortiment: Maschinen wie z.B. handgeführte, geschobene Kehrmaschinen. Hochdruckreiniger und Schneekehrmaschinen sind für viele eine Selbstverständlichkeit, aber sich ein paar Kehrmaschinen hinstellen?

Für viele Motoristen ist das (noch) undenkbar. Dabei ist er mit seiner Kompetenz, seinem Wissen und schließlich mit seinem Kundenkreis doch genau der richtige Ansprechpartner für den Verkauf dieser kleinen Spezialmaschinen. Und wir sind der Meinung, dass der Motorist dieses Feld nicht dem Baumarkt oder einigen Spezialfirmen überlassen sollte.

Großes Betätigungsfeld

Wir sprechen bei handgeschobenen Kehrmaschinen nicht über Stückzahlen wie bei Rasenmähern oder Motorsägen (noch nicht!). Gefragt nach der Marktentwicklung meldete uns einer der Hersteller diese Zahlen: Im Jahr 2010 setzte er rund 10.000 Stück im Wert von 3,0 Mio. Euro ab, im Jahr darauf waren es dann knapp unter 14.000 Stück im Wert von über 4,0 Mio. Euro. Insgesamt ist das eine Steigerung von rund 38 %.

Ein wichtiger Indikator ist die Meinung der Hersteller, wie sich der Markt in naher Zukunft entwickeln wird. Und hier wird die positive Grundstimmung des einen Herstellers für den Gesamtmarkt untermauert. Das haben wir abgefragt und kommen zu folgendem Ergebnis: Einen konstanten Markt sehen rund 30 % aller Hersteller, aber 70 % sagen eine steigende Nachfrage voraus. Verlässliche Zahlen, wie sie eine GfK-Studie bieten könnte, gibt es allerdings nicht.

Wie hoch ist der Kraftaufwand?

Wie schwer ist es, so eine Kehrmaschine zu schieben? Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt, dass dem Bediener bei länger andauernden Belastungen höchstens 15 % der möglichen maximalen Schubkraft abverlangt werden. Das Schieben eines Kinderwagens auf ebenem, festem Boden erfordert diese 15 %, das Schieben einer Schubkarre mit Sand im Garten wird dagegen mit 50 % der aufgewendeten Körperkraft in Bezug auf die maximale Körperkraft angegeben. Und genau an diesem Punkt ist bei der Auswahl des richtigen Geräts die Beratung des Fachmannes (sprich: Motoristen) gefragt, der in der Lage sein sollte, dem Kunden die passende Kehrmaschine in die Hand zu geben.

Akkus im Vormarsch

Moderne Batterien mit kurzen Ladezeiten und leichte, leistungsfähige Elektromotoren werden zukünftig die Kehrsysteme antreiben und das Sortiment der "handgeschobenen und durch Muskelkraft angetriebenen Geräte" ergänzen. H. J. Schmidt, Ing.

Der komplette Artikel ist in MOTORIST, Ausgabe 4/2012 S. 15 ff, einschließlich Marktübersicht, erschienen.

zuletzt editiert am 26. März 2021
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