Rasenmähre in Werkstatt auf Hebebühne Quelle: Onusseit
Handwerksleistungen sind noch immer gefragt. Quelle: Onusseit

Aktuell

31. August 2021 | Teilen auf:

Handwerk: Qualität vor Preis

Im Auftrag von Jungheinrich Profishop hat das Marktforschungsinstitut YouGov eine repräsentative Umfrage zum Status des deutschen Handwerks durchgeführt. Über 2.000 Verbraucher in ganz Deutschland trugen zum Stimmungsbild bei.

Im Fokus der Untersuchung stand die Frage, wie Kunden Handwerksleistungen wahrnehmen und mit welchen Angeboten Handwerker punkten können. Abgefragt wurde jedoch auch, wie Verbraucher nach solchen Dienstleistungen suchen, welche Faktoren zu der Entscheidung für einen bestimmten Anbieter beitragen, wo es Probleme bei Handwerksaufträgen gibt sowie ein Meinungsbild zu Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Buchungsproblemen.

Empfehlung und Qualität vor Preis

Demnach sind Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis ein wesentliches Kriterium bei der Handwerkersuche. 37 Prozent der Befragten vertrauen darauf. Für knapp ein Drittel bietet die Online-Recherche den erste Anhaltspunkt. Analoge Informationsquellen wie Flyer, Anzeigen oder das Telefonbuch spielen dagegen mit insgesamt 11 Prozent eine deutlich untergeordnete Rolle. Maßgeblich für die Auftragsvergabe sind ebenfalls Empfehlungen, wie 34 Prozent der Umfrageteilnehmer angaben. 15 Prozent vertrauen auf den professionellen Gesamteindruck. 13 Prozent entscheiden nach Bewertungen im Internet. Weiteren 12 Prozent geht es um die Verfügbarkeit und schnelle Umsetzung. Lediglich für 11 Prozent steht ein günstiger Preis bei der Auswahl eines Handwerkers im Vordergrund.

Insgesamt gefragt

Immerhin sind Handwerksleistungen insgesamt gefragt. So gaben lediglich 15 Prozent der Befragten an, noch nie eine solche in Anspruch genommen zu haben. 6 Prozent machten hierzu keine Angaben. Somit lag die Quote derer, die schon einmal Handwerker beauftragt haben, bei 79 Prozent. Fast die Hälft davon, nämlich 41 Prozent, gaben jedoch an, auch schon einmal Probleme in diesem Zusammenhang erlebt zu haben. Häufigster Grund zur Beanstandung war für 18 Prozent der Befragten die Qualität der Arbeit.

Digitalisierung erwünscht

Und wie sieht es aus mit dem Digitalisierungsanspruch bei Handwerkerdienstleistungen? Im Rahmen einer Zustimmungsfrage gaben 42 Prozent an, dass sie sich eine fortschrittlichere Digitalisierung bei Handwerkern, etwa durch Apps um den Auftragsstatus zu verfolgen, wünschen würden. Vor allem jüngere Befragte unter 35 Jahren sehen hier Bedarf. 29 Prozent hingegen sahen das nicht so. 28 Prozent machten keine Angaben. Größere Zustimmung gab es beim Thema Nachhaltigkeit. Insgesamt 52 Prozent stimmten der Aussage zu, dass sie sich von Handwerkerinnen mehr Nachhaltigkeit, etwa bei Rohstoffen und Lieferwegen, wünschen würden.