Bilanz Anfang Februar hat Husqvarna den Jahresabschlussbericht für 2024 vorgelegt. Weniger Abverkäufe, höhere Werbeaktivitäten und ein negativer Produktmix hatten demnach ein Betriebsergebnis deutlich unter Vorjahr zur Folge. Fortgeführt werden der Sparkurs und die Fokussierung auf Bereiche wie Robotik, Akkuprodukte, Bewässerung und Lösungen für den professionellen Markt
"Im Jahr 2024 haben wir uns verstärkt auf die Umsetzung der Strategie und die Anpassung der Organisation konzentriert, um die Effizienz und die kontinuierliche Transformation voranzutreiben. Dies ermöglichte es uns, erhebliche Kosteneinsparungen zu erzielen, einen starken Cashflow zu erzielen und ein umfassendes Produkteinführungsprogramm für die Saison 2025 umzusetzen“, heißt es von Husqvarna angesichts der aktuellen Jahresbilanz. Demnach belief sich das bereinigte Betriebsergebnis für das Gesamtjahr 2024 auf 3,2 Mrd. SEK, das sind 1,8 Mrd. SEK weniger als im Vorjahr. Teilweise ausgeglichen wurde der Verlust durch gute Ergebnisse aus Sparprogrammen, die 735 MSEK einbrachten. Der direkte operative Cashflow ist leicht gestiegen, was laut eigener Aussage auf einen erheblichen Abbau von Lagerbeständen zurückzuführen ist. Auch die Nettoverschuldung konnte im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mrd. SEK zurückgefahren werden.
Amerikanische Produktion veräußert
Veräußert hat Husqvarna im Sinne der Effizienzsteigerung seine Produktionsstätte für Produkte aus der Division Forst & Garten in Orangeburg, USA. Käufer ist der US-amerikanische End-to-end Hersteller Flex Ltd., der dort ab sofort im Rahmen einer strategischen Partnerschaft die Produktion von Husqvarna-Radprodukten sowie die Montage von Handheld-Produkten für den nordamerikanischen Markt übernimmt. Die Entwicklung und das Produktdesign verbleiben bei Husqvarna. Insgesamt erhofft sich der Konzern damit Kosteneinsparungen von 350 Mio. SEK bis 2030.
Konzentration auf Zukunftsbereiche
Fokussieren will sich Husqvarna auch weiterhin auf Mähroboter, Akkuprodukte, Bewässerung und Lösungen für den professionellen Markt. „Bei unserer langfristigen Transformation geht es darum, Kunden, Aktionären und Mitarbeitern durch Wachstum in diesen Schwerpunktbereichen einen Mehrwert zu bieten“, heißt es. Entsprechend voran schreitet die Elektrifizierung des Sortiments. 2024 haben Akkuprodukte im Haus bereits zu 44 Prozent zum Umsatz mit motorisierten Produkten beigetragen. Die Zahl der vernetzten Geräte sei auf 4,9 Millionen gestiegen. Bei den Mährobotern belief sich der Nettoumsatz auf 7,2 Mrd. SEK. Zugelegt hat Husqvarna bei professioneller Robotik, während Der Umsatz im Consumer-Segment aufgrund des verstärkten Wettbewerbs sowie des zurückhaltenden Konsums rückläufig gewesen sei. Für die Saison 2025 habe Husqvarna sein Sortiment daher deutlich um neue, autonome Mähroboter erweitert.
Neue autonome Mähroboter
Neu in der Husqvarna Range sind die Automower 405XE NERA sowie 305E NERA, die speziell auf die Bedürfnisse von Kunden mit kleinen Gärten zugeschnitten und mit EdgeCut-Technologie ausgestattet sind, sowie die verbesserte Version des Automower 435X AWD NERA. Alle drei Modelle funktionieren kabellos mit virtuellen Begrenzungen, die in der Automower Connect App erstellt werden können. Ab Frühsommer 2025 sollen mit der Einführung der Husqvarna Cloud zudem alle Mähroboter der NERA-Reihe per Update das systematische Mähen auf Basis der EPOS Satellitentechnologie unterstützen. Begrenzungen können dann ebenfalls in der Automower Connect App erstellt werden, eine Referenzstation wird überflüssig und das systematische Mähen in Streifen oder Schachbrettmustern möglich. Auch die Schnittflächenkapazität soll so je nach Modell um bis zu 50 Prozent gesteigert werden. Neue kabellose Mähroboter wird es auch bei Gardena geben. Beide Marken zusammengenommen bringt Husqvarna 13 neue Modelle - nach eigener Aussage die größte Markteinführung in der Unternehmensgeschichte. Im Profi-Segment verspricht man für 2026 außerdem fortschrittliche KI-gesteuerte Funktionen wie Nachtsicht und Hindernisvermeidung hinzuzufügen.
