Die Husqvarna Group hat ihre jüngsten Quartalszahlen veröffentlicht. Dabei räumte man auch eine eingeschränkte Nachfrage nach Mährobotern ein. Insgesamt verlor der Umsatz in der Forst- und Gartendivision in den letzten drei Monaten um 10 Prozent.
Gemessen über alle Geschäftsbereiche verbuchte die Husqvarna Gruppe von Juli bis September einen organischen Umsatzrückgang von fünf Prozent, im Bereich Forst und Garten waren es 10 Prozent. Als Gründe hierfür führt man vor allem die anhaltende Dürre und schwache Verbrauchernachfrage in Europa und insbesondere in Kernmärkten wie Frankreich und Deutschland an. Im Gegensatz dazu habe das Bewässerungsgeschäft der Gardena-Division um 8 Prozent zugelegt und die Husqvarna Construction Division weiterhin eine gute Dynamik im Aftermarket-Geschäft gezeigt. In Nordamerika habe man zudem in allen drei Divisionen wachsen können. Dennoch sank auch der operative Gewinn um 2,7 Prozent. Husqvarna CEO Glen Instone verbreitet dennoch Optimismus. Man mache solide Fortschritte bei den strategischen Prioritäten. Das Kostensparprogramm bleibe auf Kurs, die jüngsten Produkteinführungen erhielten ermutigendes Kundenfeedback und man erweitere die Präsenz über Vertriebskanäle hinweg, heißt es. „Obwohl diese Maßnahmen die aktuellen Marktrückstände noch nicht vollständig ausgeglichen haben, stärken sie unser Vertrauen in die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Aussichten der Gruppe“, so Instone.
Weitere Verlagerung nach Asien
Vor diesem Hintergrund spricht Husqvarna auch von einer ungünstigen Produktmischung, Lagerreduzierungen sowie Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Logistikkosten, die auf die Rentabilität drücken. Gegensteuern will Husqvarna hier mit gezielten Preiserhöhungen, Maßnahmen in der Lieferkette und der Optimierung der Produktkosten. Weiter im Fokus steht in diesem Zusammenhang die „Asset-Light-Strategie“, die in weiteres Outsourcing von Fertigung beinhaltet. So wird Husqvarna die Produktion ausgewählter gebrandeter Batterie-Handhelds von Europa nach Asien verlagern und dabei sowohl eigene Fertigungseinrichtungen als auch die externer Partner nutzen. Auch am allgemeinen Kostensparprogramm hält man weiter fest. Bis Ende 2028 will Husqvarna drei Milliarden SEK an Bruttoeinsparungen erzielen. Im Jahresverlauf bereits realisiert werden konnten Einsparungen von etwa 935 Mio. SEK, darunter rund 305 Mio. SEK im dritten Quartal, was hauptsächlich durch Beschaffung und Personalabbau getrieben war.
Ausbau der Vertriebskanäle
Ein schwieriges Quartal räumt man bei der Robotik ein. Ungünstige Witterung aber auch „wettbewerbsstarke Gegenwinde“ und erhöhte Channel-Partner-Bestände in Europa hätten die Nachfrage nach Mährobotern von Husqvarna und Gardena eingeschränkt. Obwohl man hinter den Erwartungen zurückblieb, sieht man sich jedoch weiterhin als Marktführer und ist zuversichtlich in die eigene Strategie und langfristige Entwicklung. So sei die strategische Überprüfung der Powered Garden Sparte bei Gardena im Gange und man beabsichtige, Anfang nächsten Jahres ein Update bereitzustellen. Im Husqvarna Forest & Garden Residential Robotics Segment umfassen die Prioritäten die Erweiterung des Einzelhandelsstandorts und Produktsortiments über Preisklassen und Kanäle hinweg sowie die Stärkung der Robotik-Organisation und des Entwicklungsmodells. Größter Einzelmarkt für professionelle Mähroboter von Husqvarna waren im dritten Quartal die USA, hauptsächlich angetrieben vom anhaltenden Wachstum im Golfsegment. Bevorstehende Produkteinführungen und eine breitere US-Distribution würden demnach voraussichtlich die Wettbewerbsposition von Husqvarna in der nächsten Saison weiter stärken. Man sei außerdem ermutigt, das erste Robotik-Unternehmen zu sein, das eine bedingte Genehmigung von der Federal Communications Commission (FCC) für im Ausland produzierte fortschrittliche Robotergeräte auf dem US-Markt erhalten hat, so Instone.
