Es ist gerade in letzter Zeit sehr spannend zu beobachten, wie Motoristen mit dem Internet umgehen. Es gibt dabei einige sehr interessante und erfreuliche Entwicklungen. Aber eine Frage taucht immer wieder auf: Worüber kann und sollte ich mit meinen Kunden im Internet eigentlich sprechen?
Kurz: Es gibt auf all diese Fragen keine pauschalen Antworten. Und genau deshalb ist die Beobachtung, was einzelne Fachhändler und auch Hersteller unternehmen, momentan so enorm spannend und lehrreich - die Durchführung anderseits aber ebenso herausfordernd.
Ziele und Strategie
Ausgangspunkt aller Überlegungen sollten Ziele sein, die mit jedweder Kommunikationsmaßnahme kurz- und langfristig erreicht werden können und sollen. Dies hat mehrere entscheidende Vorteile:
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Sobald grundlegende Ziele festgelegt sind, vereinfacht sich die Auswahl der Mittel und der Inhalte gravierend, und zwar für alle Beteiligten! Sowohl im Unternehmen als auch für die Adressaten, also Interessenten und Kunden.
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Das Erreichen von Zielen ist meist gut messbar oder kann messbar gemacht werden. Maßnahmen, die dabei erfolgreich waren, können verstärkt, andere reduziert oder komplett ignoriert werden.
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Klar definierte Ziele sorgen automatisch für eine langfristig konsequente und konsistente, also stimmige Kommunikation. Der stete Tropfen höhlt den Stein, der einzelne Tropfen ist hingegen immer nur Mittel zum Zweck.
Wie kann das nun konkret für einen Motoristen aussehen? Was für Ziele können mittels Kommunikation und konkreter Inhalte erreicht und verfolgt werden?
Der Kunde im Fokus
Und warum haben gerade Onlinemedien auf die Tonalität und vor allem Inhaltsstrategie einen so starken Einfluss oder machen sie überhaupt erforderlich? Schlicht weil sie einerseits ein schnelles, extrem günstiges Publizieren erlauben, und andererseits die Leser, Zuhörer oder Zuschauer deutlich mehr als plumpe Angebote erwarten.
Wer möchte, dass seine Kernbotschaft fortlaufend wahrgenommen wird, hat gar keine andere Wahl, als Inhalte zu liefern, die über ein Produktbild mit Preis hinausgehen. - Für Letzteres muss auch heute noch Werbung eingekauft werden.
Das Produkt oder die Dienstleistung sollte viel mehr zeitgerecht verpackt werden, vorzugsweise in kleine Geschichten, die unterhaltsam, informativ oder schlicht neu sind. Dafür reicht häufig schon ein Foto, ein Zehnsekunden-Video oder ein dreizeiliger Text.
Dazu ein Beispiel: Bestimmt 90 % Ihrer Kunden haben noch nie gesehen, wie die Kette einer Motorsäge geschliffen wird. So etwas in einem Video zu zeigen ist viel interessanter, als ein Produktbild der Kette mit Preis oder einfach nur ein Preisschild für den Schliff.
Und das gilt übrigens für 90 % aller Tätigkeiten, die für sie alltäglich sind. Wenn Sie möchten, dass Sie als Dienstleister und Premiumanbieter wahrgenommen werden, zeigen Sie doch einfach, wer bei Ihnen welche Dienstleistungen erbringt oder wie Ihre Kunden Ihre Produkte einsetzen.
Sich auf die Seite der Kunden zu stellen, um interessante Informationen herauszufiltern, fällt Ihnen als Fachhändler dabei besonders leicht und ist ein perfektes Mittel zum Auf- und Ausbau Ihrer Marke und deutliche Abgrenzung zur Fläche und zu reinen Onlineshops.
Testen, testen, testen!
Dass Onlinemedien von der eigenen Website bis zur Facebookseite dabei besonders hilfreich sind, liegt nicht einfach nur am Feedback, das Sie aktiv einholen können und passiv bekommen, sondern auch an der hohen Messbarkeit. Sie können unmittelbar nachvollziehen, ob und wie Ihre Kunden auf welche Teile Ihrer anvisierten Inhaltsstrategie besonders gut reagieren und genau diese Elemente weiter ausbauen und Ihre Strategie im Zweifel komplett überdenken und anpassen.
Wie bereits zu Beginn geschrieben: Es gibt keine pauschalen Antworten, da jeder Motorist, seine Mitarbeiter und Kunden einzigartig sind. Diese bestehende Einzigartigkeit herauszufiltern und zu verstetigen, ist ein Prozess, der nicht ohne Tests auskommt.
Die eigene Website, die Facebookseite oder der YouTube-Kanal liefern dazu eindeutige Zahlen, um jederzeit einen Abgleich von Zielen, Strategie und Rezeption durchzuführen und diese weiterzuentwickeln.
Obendrein können Sie Ihre Mitarbeiter und Kunden, am besten die langjährigen Stammkunden, auch jederzeit im persönlichen Gespräch nach Wünschen und dem aktuellen Bild befragen, dass diese von Ihnen haben - und dieses in ihre Kommunikation einfließen lassen oder mit Ihrem Selbstbild in Einklang bringen.
G. Eicker
Der komplette Artikel ist nachzulesen in Motorist 6/14.