Gießroboter an einer bepflanzten Badewanne auf einer Fachmesse
Gezeigt wurden auf der IPM Essen auch Robotik-Lösungen wie der vollautomatische Bewässerungsroboter Rainos von Innok Robotics. Dieser navigiert autonom und gießt selbstständig Friedhöfe/Gräber, Parkanlagen und Grünflächen und befüllt im Anschluss automatisch seinen Tank. (Quelle: Alex Muchnik/ MESSE ESSEN GmbH)

Messen & Veranstaltungen 2024-01-29T10:35:29.932Z IPM Essen: Aufbruchstimmung im Jubiläumsjahr

Klimapflanzen und Innovationen für die ressourcenschonende Pflanzenproduktion standen im Mittelpunkt des Besucherinteresses auf der IPM Essen, die Ende Januar mit einer Erfolgsbilanz schloss. Erstmals vertreten war das Segment E-Nutzfahrzeuge.

Am 26. Januar ging in Essen die 40. Ausgabe der IPM zu Ende. Veranstalter und Aussteller zeigten sich äußerst zufrieden mit der diesjährigen Weltleitmesse des Gartenbaus, die zugleich das 40-jährige Jubiläum markierte. Trotz des bundesweiten Bahnstreiks fanden an den insgesamt vier Messetagen rund 36.000 Fachbesucher:innen den Weg auf die Internationale Pflanzenmesse. Gut 1.400 ausstellende Unternehmen aus 43 Ländern präsentierten ihre Neuheiten. Neben Pflanzen, Floristik und Ausstattung stand Gartenbautechnik im Fokus, ebenso im Rahmen der Sonderschau „Nutzfahrzeuge“ erstmals E-Mobilität für den Garten- und Galabau. Auf einer eigens dafür zur Verfügung gestellten Sonderfläche präsentieren sich hier u.a. Anbieter wie Iseki oder Sewig Systems.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Ein wiederkehrendes Stichwort in allen Ausstellungsbereichen der IPM Essen war Nachhaltigkeit und dies bezogen auf die gesamte Wertschöpfungskette. Großes Interesse fanden klimaresiliente und biodiversitätsfördernde Pflanzen sowie Innovationen für die ressourcenschonende Produktion. Das Innovationscenter Gartenbautechnik informierte z.B. zum Thema Torfersatz. Zugenommen im Gartenbau haben zudem Automatisierungsprozesse. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird wichtiger. So wurden in Essen u.a. Gießroboter und Lösungen zur automatisierten Unkrautbekämpfung vorgestellt. Das IPM Discovery Center zeigte, wie sich nachhaltige Lösungen, etwa biologisch abbaubare Materialien für Verpackungen und Pflanztöpfe, in den Handel integrieren lassen.

Viele Bestellungen

Positiv fiel die Bilanz auch bei den ausstellenden Unternehmen aus, die sich schon während der Messe über einen Orderanteil von 30 Prozent und nachgelagerten Orderabsichten von 60 Prozent der Gäste freuen durften. Ganz oben auf der Einkaufsliste standen neue und innovative Pflanzenzüchtungen und hier vor allem klimaresiliente Gattungen, die sowohl Starkregen als auch Hitze vertragen. Dieser Aspekt spielt auch in der urbanen Begrünung eine immer größere Rolle. Entsprechend gut besucht waren die Rundgänge zu Klimabäumen und insektenfreundlichen Stauden. Auch die Wiederbesuchsabsichten des Fachpublikums sind hoch. Über 90 Prozent will die IPM Essen wieder besuchen, bei den ausstellenden Unternehmen liegt der Anteil bei 87 Prozent. Gelegenheit hierfür bietet die IPM Essen 2025, die vom 28. bis 31. Januar 2025 stattfindet.

E-Mobil vor einem Hotel
Neu war in diesem Jahr auf der IPM Essen die Sonderschau zu elektrischen Nutzfahrzeugen, ein ausstellendes Unternehen neben Iseki die Marke Sewig Systems (hier im Bild). (Quelle: Dimitar Semkov, Sevic)
zuletzt editiert am 30. Januar 2024
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