Verbände & Organisationen 2015-12-22T00:00:00Z Irms - Greenbase als starke Marke aufstellen

Zur diesjährigen Generalversammlung hatte die Irms ihre Mitglieder erstmals in den Sauerlandstern nach Willingen eingeladen. Bei knapp 300 Mitgliedern und bei der weiter wachsenden Anzahl der Lieferanten war der Wechsel in ein größeres Domizil fast zwangsläufig.

Wir haben die Veranstaltung besucht und auch ein Interview mit Geschäftsführer Oliver Hütt geführt. Thema waren die weiteren Aktivitäten der Kooperation sowie die Gründe und Erfahrungen, die zur Installation der Dachmarke Greenbase geführt haben.

Greenbase wurde vor rund einem Jahr in den Markt eingeführt. Dahinter stand die Erkenntnis, dass weder der Name „Irms“ noch der bis dahin verwendete stilisierte Igel sich als Marke dauerhaft in den Köpfen der Kunden festsetzen ließe. Und damit konnte weder ein Bezug zur Arbeit der Genossenschaft noch zu der der Mitglieder hergestellt werden. „Green“ steht jetzt für die Arbeit im Außenbereich, „Base“ soll die Basis für eine Gruppe von Fachbetrieben im Motorgerätebereich kennzeichnen. Greenbase soll letztlich die bundesweite Klammer der Irms-Betriebe werden, die unter einheitlichem Logo selbständig auftreten. Dabei bleibt der einzelne Händler die starke regionale Marke.

Was tut die Genossenschaft dafür, die neue Marke im Markt erkennbar zu platzieren? Dazu Hütt: „Ideal ist es, wenn möglichst alle Mitglieder das offensiv unterstützen, was wir mit Greenbase erreichen wollen. Für die Penetration der Marke haben wir bereits einen Merchandise-Katalog, eine komplette Ladeneinrichtung und kleine Shop-Konzepte entwickelt. Dazu werden wir viele Aktionen fahren, die die Dachmarke bekannter machen.“ Auch der Gesamtkatalog ist bereits auf das neue Logo abgestimmt. Finanziert wird das Ganze über das Bonussystem.

Markenidentität aufbauen

Die konkrete Unterstützung für jedes einzelne Mitglied ist sowieso Hütts größtes Anliegen, seitdem er die Geschäftsführung der Irms übernommen hat. Hütt sieht in Deutschland eine Reihe wachsender Motoristenbetriebe, aber auch viele, die stagnieren. Hier gelte es, Chancen aufzuzeigen, und das auch in schwierigen Zeiten.

Und auch die Lieferanten sollen erkennen, dass die Irms nicht nur ein loser Verbund von Händlern ist, der Geld kostet, sondern eine aktive und starke Gemeinschaft mit eigenen Konzepten und Aktionen, die helfen, das Geschäft für beide Seiten noch besser zu entwickeln.

Online-Aktivitäten

Der zweite Schwerpunkt der Aktivitäten der Kooperation liegt im Bereich „Online“. Dazu gehört der Irms-Zentralshop. In ihm sind bereits über 30 Markenlieferanten sowie die Eigenmarke zu finden. Ist ein vom Kunden gewähltes Eigenmarkenprodukt lagermäßig vorhanden, bekommt es der Kunde im Direktversand zugeschickt. In den anderen Fällen wählt der Käufer vor dem Verkaufsabschluss aus der Händlersuche einen Irms-Motoristen aus, der dann das restliche Geschäft abwickelt. Dazu sind die teilnehmenden Mitglieder mit einer Visitenkarte im Internet hinterlegt. Nach fünf Monaten hat der Irms-Zentralshop bereits 105.000 Besucher gehabt. Hütt legt Wert auf die Feststellung, dass im Zentralshop die anfallenden Kosten für die Montage des Produktes sowie dessen Einweisung einen separaten Bestandteil des Angebotspreises darstellt. Die Teilnahme mittels Visitenkarte oder zusätzlich als Übergabepartner der Ware ist kostenpflichtig.

Erst kürzlich angelaufen ist das Projekt „Mitglieder-Shop“, in dem Motoristen für ihren eigenen Internetshop individuelle Baukastenmodule buchen können. Das umfassendste Modul „Professional Shop“, u. a. mit Versandfunktion, verursacht Einmalkosten für die Installation und Bereitstellung des Shops sowie eine monatliche Gebühr für die Aktualisierung und Bereitstellung der Produktdaten.

Seit August wurden bereits 10 dieser Shops für Mitglieder installiert. Im nächsten Jahr sollen 30 bis 50 neue hinzukommen.

Neuwahlen

Die Wahlen auf der Generalversammlung brachten folgende Veränderungen: Johann Kirschner, seit 1997 im Aufsichtsrat und seit 2001 im Vorstand, ist ausgeschieden. Mit seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenvorstand der Kooperation ernannt. Für ihn wurde Harald Jansen neu in den Vorstand gewählt. Wiedergewählt in den Vorstand wurde Marcus Claßen. Rico Fischer bleibt Vorstandssprecher. Aus dem Aufsichtsrat wurde Roland Ludwig verabschiedet, Walter Renz bleibt Aufsichtsratsvorsitzender. Neu in diesem Gremium ist Rainer Hörz. Die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates sind Jürgen Kühn, Heiko Halaschka, Werner Dieterle und Helga von der Tann.

Werner Dieterle wurde für 25 Jahre Mitarbeit im Aufsichtsrat geehrt.

Die Ziele

Zum Abschluss des Gespräches fasst Hütt noch einmal die Ziele der Irms zusammen: Die Organisation muss sich weiterentwickeln, um auch zukünftig ein interessanter Partner auf allen Seiten zu bleiben. Mit der Dachmarke Greenbase soll das gemeinschaftliche Auftreten der Mitglieder im Markt dokumentiert, gleichzeitig aber auch eine starke Marke für Motorgeräte bei Kunden etabliert werden. In einem Satz, so Hütt: „Die Irms will den örtlichen Fachhändler nach vorne bringen und gleichzeitig ein unverzichtbarer Partner der Industrie werden. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Kooperationen wird angestrebt.“


Auszug aus einem Beitrag, der in MOTORIST 6/15 erschienen ist.

zuletzt editiert am 26. März 2021
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