Die Irms, größte Handelskooperation unserer Branche, hat in der letzten Zeit eine Reihe neuer Wege eingeschlagen. Die ersten Überlegungen zu den Veränderungen begannen vor vier Jahren. Jetzt sind diese Vorhaben konkret geworden und wurden uns von Geschäftsführer Ingolf Gebhart und Vorstandsmitglied Marcus Claßen erläutert.
Die Zusammenarbeit mit Weber-Grill und der KEM-Gruppe, das neue, eigene Zentrallager, aber auch die verstärkten Aktivitäten in den Bereichen Marketing und neue Medien wurden dabei besprochen. Ziel der Neuausrichtung soll es sein, den Mitgliedern für die Zukunft Perspektiven und neue Geschäftsfelder aufzuzeigen und vor allem die Kommunikation untereinander zu fördern.
Die Irms hatte im letzten Jahr 320 Mitglieder, mit denen 86 Mio. Euro Umsatz abgewickelt wurden. Das bedeutet gegenüber dem Jahr 2010 ein Plus von 20 %. Dabei wurden in den letzten 20 Jahren rund 20 Mio. Euro an Bonus an die Genossen ausgezahlt.
Die Irms-Handelsware ist heute einer der stärksten Umsatzträger bei Motorgeräten. Sie wird überwiegend nach den Spezifikationen von den Vertragslieferanten gebaut. Auf chinesische Produzenten wird - bis auf zwei Holzspaltertypen verzichtet. Heute steht den Mitgliedern in der Eigenmarke ein ganzes Programm zur Verfügung. Jeden Monat gibt es eine Verkaufsaktion mit den Geräten der Eigenmarke.
Das neue Lager
In Offenburg hat sich die Kooperation ein neues Zentrallager eingerichtet. Die Investition beläuft sich auf 1,9 Mio. Euro. Auf 20.000 m² Grundstück steht eine Halle mit rund 1.000 Paletten-Stellplätzen zur Verfügung. Die Kommissionierungstechnik und deren Abläufe wurden auf den neuesten Stand gebracht. Das Lager ist als Zwischenlager ausgerichtet, dass der Irms deutlich mehr Flexibilität geben soll.
Die Irms ist heute schon Arbeitgeber für insgesamt 18 Mitarbeiter. Gerade in letzter Zeit sind noch einmal zusätzliche Arbeitsplätze im Bereich "Internet" eingerichtet worden.
Ein weiteres Projekt ist der Ausbau des Irms-Shops. Auch er wird permanent ausgebaut und auf der Höhe der Zeit gehalten.
Regionale Händlertreffen haben bei der Irms eine lange Tradition. Im letzten Jahr konnten auf acht dieser Veranstaltungen 200 Mitglieder begrüßt werden. Dazu kommen Erfa-Gruppen, Treffen der Junioren, regionale Stammtische bis hin zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten oder auch die Jahrestreffen, die von der Kooperation organisiert werden.
Neue Wege beschreibt die Irms auch in der Zusammenarbeit mit der KEM-Gruppe. In ihr sind rund 140 inhabergeführte Fachhändler aus dem Bereich Baumärkte zusammengeschlossen. Nach dem heutigen Stand ist vor allem eine Zusammenarbeit im Dienstleistungsbereich für beide Seiten interessant.
Mit einer Vorlaufzeit von vier Jahren ist jetzt auch die Zusammenarbeit mit Weber-Grill perfekt.
Mit all diesen Aktivitäten will die Irms ihre Mitglieder fit für die Zukunft machen. Im Motorgerätemarkt geht es um den Vorsprung, den sich die Mitglieder gegenüber den Wettbewerbern sichern sollen und daneben um Anregungen, wie Motoristen neue Geschäftsfelder für sich erschließen können.
Der vollständige Artikel ist in MOTORIST 4/2012 ab S. 56 nachzulesen.