Handel & Hersteller

26. September 2022 | Teilen auf:

Italiens Gartentechnik-Markt behauptet sich

Die Verkaufszahlen für Maschinen für den Garten- und Landschaftsbau in Italien sind im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr rückläufig, rangieren aber noch auf einem hohen Niveau. Für den gesamten Jahresverlauf deutet sich ein Rückgang von gut 13 Prozent an.

Laut Herstellerverband Comagarden dürfte sich im Markt bis Jahresende ein Rückgang um 13,6 Prozent abzeichnen. Im Vorjahreszeitraum verbuchte man noch ein Wachstum 33,7 Prozent. Jedoch hebe der Rückgang die gute Vorjahresleistung nicht auf. Die vom Markt aufgenommene Menge an Maschinen sei immer noch höher als 2020 und dem Vor-Corona-Jahr 2019. Auch gestaltet sich die Entwicklung in den verschiedenen Gerätegattungen unterschiedlich.

Am wenigsten eingebüßt haben Freischneider (-10,3%), Kettensägen (-12,9%), Motorhacken (-10,7%) und Laubbläser/Sauger (-0,7%). Größere Rückgänge gab es dagegen bei Rasenmähern (-21%), Aufsitzmähern für Privatanwender (-22,1%), Aufsitzmähern für Profis (-67%), Heckenscheren (-20,4%) und Trimmern (-16,8%). Das Umsatzvolumen bei Rasenrobotern entsprach in etwa dem des Vorjahres. Den in der ersten Jahreshälfte zu verzeichnende Marktrückgang erklärt Renato Cifarelli, Präsident von Comagarden, zum Teil durch die natürliche Anpassung nach dem Boom des letzten Jahres, zum Teil aber auch auf den Mangel an Maschinen auf dem Markt aufgrund der verlangsamten Produktion. Auch die langanhaltende Trockenheit habe den Bedarf an Pflegemaschinen erheblich reduziert.

Das Wetter ist jedoch nicht die einzige Variable, die den Sektor kennzeichnet. Auch der enorme Anstieg der Energiekosten und die höheren Kosten für Eisen- und Kunststoffmaterialien ließen die Produktionskosten über alle Erwartungen hinaus ansteigen, so Cifarelli. Dies wirke sich unweigerlich auf den Endpreis der Maschinen und damit auf die Investitionsbereitschaft der Käufer aus.

zuletzt editiert am 28.09.2022