Verbände & Organisationen 2015-03-25T00:00:00Z IVG - Besorgt über Währungsschwankungen

Die Hälfte der im Industrieverband Garten e.V. (IVG) organisierten Mitglieder geht in einer aktuellen Befragung des Verbandes davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation auch 2015 für sie weiter verbessern wird. 40 % rechnen zumindest mit einer gleichbleibenden guten Geschäftslage.

Nach dem Abschluss des Jahres bewerten fast alle teilnehmenden Unternehmen 2014 als zufriedenstellendes Gartenjahr. Von 56 % wird das zurückliegende Jahr wirtschaftlich sogar als gut bezeichnet.

Größere Sorgen als die konjunkturelle Entwicklung für 2015 bereiten den Mitgliedern derzeit die Währungsschwankungen. Insbesondere sind davon Firmen betroffen, die im Dollarraum fertigen oder sich dort mit Produkten und Rohstoffen versorgen. Als Reaktion auf diese so nicht vorhersehbare Schwächung des Euros gegenüber dem Dollar und damit teilweise deutlicher Verteuerung von Vorprodukten erwartet der IVG für das laufende Jahr punktuelle Preisanpassungen.

Auch der Verfall des Rubels gegenüber dem Euro hat zu einem Erlahmen des Außenhandels mit Russland geführt. Daraus ergeben sich deutliche Umsatzverluste mit den russischen Handelspartnern. Nicht zuletzt werden die in Deutschland aktiven Schweizer Hersteller die Entkopplung des Schweizer Frankens vom Eurokurs verkraften und sich daraus ergebende Verteuerungen an den Markt weitergeben müssen.

Wachstumsimpulse in der Zukunft sehen die Befragten insbesondere beim Thema Grillen und Kochen im Garten (44 %), gefolgt von der Robotic Technologie (42 %). Erst an dritter Stelle sieht man die Renaissance des Nutzgartens mit 13 %.

Der Vertriebsweg E-Commerce ist in der Grünen Branche im Vergleich zu anderen Branchen noch nicht sehr weit entwickelt. Hier erwartet für 2015 mit 58 % die größte Anzahl der IVG Mitglieder den höchsten Hinzugewinn von Marktanteilen. Gefragt nach den aus ihrer Sicht größten Chancen als Vertriebsform innerhalb des E-Commerce rechnen 44 % der IVG-Mitglieder mit einer weiter positiven Entwicklung der Internetpräsenzen des Handels, gefolgt von Internet Pure Playern (31 %) und den Internet Marktplätzen (29 %).

 Im stationären Handel räumen 33 % dem Gartenfachhandel die besten Wachstumschancen ein. Danach folgen die Gartenabteilungen der Baumärkte (13 %), die mit den Discountern (12 %) fast gleichauf liegen.

zuletzt editiert am 26. März 2021
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