Der Industrieverband Garten (IVG) hat eine neue Internetseite zum Thema Erden und Substrate aufgelegt. Mit den Inhalten möchte der Verband zu einer objektiven und sachlichen Diskussion beitragen und interessierte Kreise mit aktuellen Informationen versorgen.
Die neue Website richtet sich an Anwender aus dem Erwerbsgartenbau und dem Hobbybereich, Lehrende und Studierende, Berufs- und Meisterschüler sowie an Pressevertreter. Sie finden dort aktuelle Informationen, Daten und Hintergrundwissen unter anderem zu den Themen Substratausgangsstoffe, Moore und Torf, Torfminimierung und Torfersatz, Nachhaltigkeit sowie CO2 und Klima.
Die Seite wird laut IVG laufend aktualisiert, auch mit den neuesten Statistiken zur Menge der Verwendung von Torf und anderen Ausgangsstoffen in Substraten. Neu sind zudem die Unterseiten zum Nabu-IVG-Konzept und zur Selbstverpflichtung der Industrie bei der Torfminimierung. Der neue Auftritt ersetzt die bisherige Seite „warum-torf.info“.
Sortiment wird teurer
Weniger erfreulich sind die aktuellen Tagesnachrichten des IVG mit Blick auf die Preisentwicklung bei Substraten und Erden. Demnach rechnet der Verband vor dem Hintergrund steigender Energie- und Logistikkosten sowie einer anhaltenden und teils verstärkten Rohstoffknappheit mit einer Teuerung. Insbesondere organische Produkte wie Schwarz- und Weißtorf, Pinienrinde und Kokosprodukte sind derzeit Mangelware, was die Einkaufspreise rapide ansteigen lässt. Am stabilsten sind die Preise für Grüngutkompost, wobei auch dort eine steigende Tendenz zu verzeichnen ist. Bei anorganischen Produkten wie Ton, Sand und Perliten steigen die Preise ebenfalls, jedoch im Durchschnitt weniger stark. Zudem setzen der Branche die Preissteigerungen in den Bereichen Energie, Logistik, Kunststoffe und Düngerprodukte zu.
„Aufgrund der angespannten Situation durch die Rohstoffknappheit und der weiterhin erhöhten Einkaufspreise gehen wir davon aus, dass die Preise für Handel, Endverbraucherinnen und -verbraucher sowie den Gartenbau zwangsläufig steigen werden“, bilanziert Philip Testroet, Referent Gartenbau und Umwelt beim IVG.
Die Unternehmen wurden zudem über eine Prognose für die nächsten fünf Jahre befragt. Ein Großteil der Firmen glaubt demnach, dass in 5 Jahren die Torfersatzquote gestiegen sein wird und gleichzeitig die Verfügbarkeit von Torf weiter abgenommen haben wird.
