John Deere hat auf der Grünen Woche in Berlin den Prototypen eines vollelektrischen Traktors präsentiert.
Der erste E‑Power‑Traktor von John Deere ist ein völlig neu konzipierter, batterieelektrischer Prototyp mit 130 PS und wurde speziell für Bereiche entwickelt, in denen niedrige Emissionen und flexible Einsatzmöglichkeiten entscheidend sind – etwa im Obst- und Weinbau, in kommunalen Anwendungen und in tierhaltenden Betrieben. Seine modularen Hochleistungsbatterien von Kreisel Electric, die je nach Bedarf in drei bis fünf Einheiten konfiguriert werden können, erreichen eine Kapazität von bis zu 195 kWh und ermöglichen unterschiedliche Maschinenkonfigurationen. Dazu verspricht der neue Traktor ein besonders einfaches Handling. Über das John Deere Operations Center lassen sich Ferndiagnosen, Lademanagement und betriebliche Optimierungen vornehmen. Der Marktstart ist für 2027 in begrenzten Stückzahlen geplant, bevor das Modell ab 2028 weltweit verfügbar werden soll. Ebenfalls vorgestellt hat John Deere gemeinsam mit Kreisel den Chimero-Schnelllader, eine Ladelösung, die selbst bei begrenztem Netzzugang schnelles und zuverlässiges Laden ermöglicht. Das System verfügt über eine in Europa gefertigte 115-kWh-Batterie und soll damit ideal für landwirtschaftliche Betriebe sein, die elektrische Maschinen flexibel einsetzen möchten. Beide Exponate seien ein entscheidender Baustein auf dem Weg zu nachhaltigeren landwirtschaftlichen Lösungen, heißt es. Parallel setze John Deere in einem mehrgleisigen Ansatz auf die Weiterentwicklung effizienter Verbrennungsmotoren, ebenso wie auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe wie Biodiesel und HVO sowie auf elektrische Antriebe für niedrigere Leistungsklassen.
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