Nachhaltigkeitsbericht, Kärcher
Der Nachhaltigkeitsbericht von Kärcher für 2022 liegt vor. (Quelle: Kärcher)

Handel & Hersteller 2023-06-05T13:09:48.224Z Kärcher veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht

Kärcher hat seinen Nachhaltigkeitsbericht für 2022 veröffentlicht und gibt darin Auskunft über umgesetzte Maßnahmen und die Nachhaltigkeitsstrategie bis 2025. Ein zentrales Thema ist die Einsparung von CO2.

Gegenüber dem Ausgangsjahr 2020 reduzierte Kärcher seine CO2-Emissionen im Berichtsjahr 2022 um 11.150 Tonnen. Erreicht wurde dies bei gleichzeitig positiver wirtschaftlicher Entwicklung des Unternehmens. So betrug der CO2-Ausstoß pro Million Euro Umsatz 2022 nur noch 8,7 Tonnen im Vergleich zu 9,4 Tonnen im Jahr 2021. Möglich wurde diese Reduktion durch die Eigenproduktion von Energie sowie durch den Bezug von erneuerbaren Energien. 

„Nachhaltiges Wirtschaften ist für uns als Familienunternehmen Bestandteil unserer DNA. Im Sinne kommender Generationen zu handeln, prägt unser Verständnis von jeher. Wir werden unseren CO2-Ausstoß weiter reduzieren und natürliche Ressourcen noch effizienter einsetzen”, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG. Schwerpunkte des Nachhaltigkeitsengagements im Hause bilden die drei Initiativen „Zero Emissions“, „Reduce, Reuse, Recycle“ und „Social Hero“. Sie beinhalten klare Ziele und Maßnahmen, die Kärcher in den kommenden Jahren umsetzt. Dazu gehören neben der CO2-neutralen Produktion das Recycling von Rohstoffen, die Reduktion von Kunststoffverpackungen, die nachhaltigere Gestaltung der globalen Lieferkette und der Ausbau des gesellschaftlichen Engagements. 

Kunststoffe und Verpackungen

Mehr Recyclingkunststoff in den Geräten und eine Pilotproduktion ohne Plastikabfälle sind ebenfalls erklärte Ziele. Wie das funktionieren kann, macht Kärcher am Produktionsstandort in Winnenden bereits vor: Beim Warentransport in der Intralogistik und zu regionalen Lieferanten kommen bei bestimmten Bauteilen Mehrwegboxen statt Einweg-Folienverpackungen zum Einsatz. Damit spart der Hersteller 3.000 kg Folie pro Jahr. Am rumänischen Standort Curtea de Argeș verarbeitet man zudem Kunststoffreste zu Regranulat-Mehrwegboxen, die auch den Kärcher Lieferanten zur Verfügung stehen. 30.000 solcher Boxen wurden bereits produziert.

Kleine Maßnahmen – große Wirkung

Andere bereits umgesetzte Projekte zeigen, dass vermeintlich kleine Maßnahmen große Auswirkungen haben. Im Werk Bühlertal etwa spart ein intelligentes Beleuchtungsmanagement mit energieeffizienten LED jährlich 158.112 kg CO2 ein. Das Logistikzentrum Obersontheim senkt seinen Energieverbrauch mit einem neuen Hochregallager. Das dort eingesetzte Transportsystem rekuperiert bei jeder Fahrt aus einem Regal nach unten Energie und arbeitet so besonders effizient. Dazu fördert Kärcher mit seinem gesellschaftlichen Engagement gezielt Organisationen, die in den Bereichen Familie, Bildung, Chancengleichheit und Naturschutz werterhaltend arbeiten. Dazu gehören beispielsweise die SOS-Kinderdörfer, der Global Nature Fund, der sich für sauberes Wasser weltweit einsetzt, sowie die nichtstaatliche Umweltorganisation One Earth – One Ocean. Engagiert ist Kärcher hier z.B. bei der Reinigung verschmutzter Gewässer – unter anderem mit den Kärcher Cleanup Days und einem Reinigungsteam am Mekong in Kambodscha. Auch forscht man gemeinsam mit der NGO an der Wiederverwertbarkeit von Meeresplastik in Kärcher-Produkten.

zuletzt editiert am 05. Juni 2023
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