2020-03-12T00:00:00Z Kärcher weiter auf Wachstumskurs

Mit gut 2,5 Milliarden Euro konnte Kärcher seinen Umsatz 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent steigern. Eine gute Voraussetzung, um wie bisher weiter zu investieren, heißt es aus dem Unternehmen. Im Fokus steht hier für 2020 ein emotionsgeladener Markenauftritt sowie die neue Nachhaltigkeitsstrategie.

Diese sieht unter anderem vor, dass bis 2021 alle Kärcher-Werke weltweit CO 2 -neutral gestellt sind. Auch darüber hinaus hat man in Winnenden Visionen. „Kärcher ist weiter auf Wachstumskurs. 2019 haben wir erneut den höchsten Umsatz in unserer Unternehmensgeschichte erzielt“, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG. Eine wichtige Basis für nachhaltiges Unternehmenswachstum seien bei Kärcher nach wie vor die Mitarbeiter, deren Zahl zum Jahreswechsel bei 13.500 lag (plus 500). Auch fünf neue Landesgesellschaften wurden gegründet, um die Unternehmensstruktur weiter an die aktuellen Marktgeschehnisse anzupassen. Ebenso wurden im Vorstand mit Stefan Patzke (43) für Finanzen und Michael Häusermann (59) für Sondergeschäftseinheiten zum 1. Januar 2020 neue Kapazitäten geschaffen.

In zehn Jahren Umsatz verdoppelt

„Seit 2010 haben wir unseren Umsatz verdoppelt. Ein Grund für diese sehr schöne Entwicklung ist sicher, dass unser Familienunternehmen im Kern für Werterhalt und nachhaltiges Wirtschaften steht“, so Jenner. Schon länger setzt Kärcher auf die stetige Effizienzerhöhung seiner Produkte und das Einsparen von Ressourcen. Neben der CO 2 -Neutralität stehen die Wiederverwendung und das Recycling von Rohstoffen sowie die Reduktion von Plastik bei Verpackungsmaterial auf der Nachhaltigkeitsagenda.

Strategisch in Akku und Zukäufen

Ein klarer Treiber des Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. 150 neue Produkte hat Kärcher 2019 auf den Markt gebracht – so viele wie nie zuvor innerhalb eines Jahres. Das „Kärcher Akku-Universum“ mit 43 neuen Produkten von Gartenwerkzeugen bis zum ersten akkubetriebenen Hochdruckreiniger für professionelle Anwender ist eines der Kernthemen. Auch die Integration passender Unternehmen in den Firmenverbund ist Teil der Innovationsstrategie. 2019 hat Kärcher das Berliner IT-Unternehmen SoniQ Services GmbH übernommen: Es bietet Gebäudereinigern eine intuitive Software zur effizienten Planung und Steuerung ihres gesamten Dienstleistungsprozesses. Seit vergangenem September gehört außerdem der Marktführer für multifunktionale Kommunalfahrzeuge Max Holder zur Kärcher-Gruppe.

Sauberes Image

Mehrwert verspricht man sich in Winnenden darüber hinaus durch soziales Engagement. Elf Bauwerke von Vietnam über die Philippinen bis Deutschland hat das Unternehmen 2019 weltweit restauratorisch gereinigt. Im sozialen und gesellschaftlichen Bereich engagierte sich der Reinigungsspezialist unter anderem als Sponsor des Vereins One Earth – One Ocean, der sich gegen die Vermüllung der Weltmeere einsetzt. In Kooperation mit dem Global Nature Fund hat Kärcher in den letzten acht Jahren in 15 dörflichen Gemeinschaften auf drei Kontinenten Grünfilteranlagen zur Wasseraufbereitung gebaut, zuletzt 2019 eine in Jordanien.

Mehr Sichtbarkeit

Mehr Sichtbarkeit für Kärcher als Unternehmen und die verschiedenen Produktkategorien soll ab Frühjahr 2020 ein neuer Markenauftritt schaffen. „Wir setzen jetzt in der Ansprache unserer Zielgruppen noch stärker auf eine emotionale Wirkung“, erklärt Hartmut Jenner. Im Kern steht dabei Werterhalt – egal, ob es um Gartenpflege, Restaurierung eines Oldtimers oder die Instandhaltung einer Industrieanlage geht.

zuletzt editiert am 26. März 2021
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