Die Firma KVN Kommunaltechnik Vertrieb Nordbayern mit Sitz in Fürth ist aus dem Geschäftsbetrieb der ehemaligen Firma Sperber.
Das operative Geschäft verantwortet Frank Weidenberg (45), von Beruf Wirtschaftsinformatiker. Hans Chorbacher ist der zweite Teilhaber. Neben den Motorgeräten liegt der wirtschaftlich größere Schwerpunkt auf dem Kommunalbereich - was ja schon der Firmenname ausdrückt.
Für das Gebiet Nordbayern ist KVN – auch das legt der Name nahe - Vertriebspartner von John Deere. Die Vertretung umfasst die Bereiche Rasen- und Grundstückspflege (Rasentraktoren), Profimähtechnik, (Kommunaltraktoren, Sichelmäher) sowie Golfplatzpflegetechnik (Spindelmäher, Transportfahrzeuge). Der Motorist betreut in seinem Verkaufsgebiet derzeit 20 John Deere-Partnerhändler.
Premiummarken im Angebot
Im Ladenverkauf werden Motorgeräte der Hersteller und Marken Cramer, Honda, Husqvarna, MTD/Wolf-Garten, Sabo, Stihl/Viking sowie Telsnig/Herkules angeboten. Der Betrieb ist zudem Stihl-Dienst sowie Stützpunkthändler für Stihl-Reinigungstechnik und außerdem spezialisiert auf Forst-Schutzkleidung.
Das Leistungsspektrum des Motoristen reicht von der Beratung über die mögliche Vorführung und die Finanzierungslösungen wie Kauf, Miete, Leasing, Mietkauf oder Finanzierung bis hin zu Motorsägenlehrgängen. Umfassende Hilfe einschließlich Ersatz- und Verschleißteile werden im Service- und Werkstattbereich geboten. Dazu werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult. Es werden Geräte aller Marken repariert. Zu den meisten Herstellersystemen bestehen Online-Anbindungen.
Kundendienstfahrzeuge und LKW warten und reparieren vor Ort oder sorgen für einen reibungslosen Hol- und Bringservice. Der Meisterbetrieb einschließlich Elektrofachkräften bildet in verschiedenen Berufen aus. Darüber hinaus bietet der Betrieb TÜV-Leistungen an und ist QMF zertifiziert.
Personal als Erfolgsfaktor
Frank Weidenberg tritt 2006 in die Sperber-Gruppe ein. „Ich wollte etwas Festes in der Hand haben, deshalb habe ich den Wechsel in eine bis dahin für mich unbekannte Berufswelt vollzogen,“ sagt er im Rückblick. Die weiteren Gründe waren die Suche nach einem Nachfolger bei Sperber und natürlich auch die familiären Verbindungen über seine Ehefrau Carolin, geborene Sperber. Nach seinen Aussagen hat er den Wechsel in die Motorgerätebranche nicht bereut – im Gegenteil. Die Branche gefällt ihm und hat ihm neue Möglichkeiten eröffnet.
Seine Zukunftssorgen als Unternehmer sieht er vor allem auf der Personal- und Kostenseite. Aus der Insolvenz heraus konnten alle Mitarbeiter übernommen werden. „Das vorhandene Personal wird deshalb gehegt und gepflegt,“ sagt er lachend. Neues Personal – dabei vor allem Auszubildende – werden durch Mund-zu-Mundpropaganda gewonnen, „und das hat bisher am besten funktioniert“, stellt Weidenberg fest.
Neue Medien
Als Wirtschaftsinformatiker bereitet ihm der Umgang mit Neuen Medien keine Schwierigkeiten. Er nutzt davon für seinen Betrieb vor allem die Homepage und facebook. Aber auch bei ihm erfordern die Neuen Medien viel Zeitaufwand. Sorge bereitet ihm, dass die Lieferanten möglichst eigene Seiten eingebunden haben möchten. Geplant ist, das KVN-Konzept im Herbst 2016 noch einmal zu überarbeiten. Weidenberg kann jedenfalls feststellen, dass über seine Internetaktivitäten bereits viele Kundenanfragen hereinkommen.
Im EDV-Bereich ist das Programm Arista von COS im Einsatz. Als virtuelles System deckt es nach Aussage von Weidenberg derzeit die Bedürfnisse des Betriebes gut ab.
Der Betrieb ist Sümo-Mitglied. Die Mitgliedschaft erfolgte gemeinsam mit kurzzeitig in Lawn Partner zusammengeschlossenen Motoristen. 2011 erfolgte die Zertifizierung zum Qualifizierten Motorgeräte-Fachhändler (QMF). Für Weidenberg ist nicht quantifizierbar, was von den Zielen der Initiative letztlich beim Kunden ankommt. Grundsätzlich findet er die Idee aber interessant, weil es seinem Betrieb hilft, sich vom Wettbewerb abzuheben und sich das Zeichen auch in den Werbemedien gut darstellen lässt.
Ein paar Zahlen
KVN beschäftigt derzeit 20 Mitarbeiter. Die teilen sich auf in drei Außendienstler, die im Raum Nordbayern unterwegs sind. Vier Mitarbeiter sind im Ersatzteilbereich und im Verkauf tätig, zwei im Innendienst. Davon kommen zwei Beschäftigte für die Neumaschinen-Montage und Vorführungen zum Einsatz. Einer betreut die rund Mähroboter, die im letzten Jahr installiert werden konnten, zwei sind für den Verkauf von Kleingeräten zuständig. Sechs Mitarbeiter - inklusive Meister und zwei Azubis – bilden die Mannschaft in der Werkstatt.
Der Betrieb liegt verkehrsgünstig auf einem Grundstück von 4.500 m² Größe. Davon sind 1.800 m² bebaut. Die Aufteilung umfasst eine Ladenfläche von 300 m², das Büro ist 150 m² groß und die Werkstatt 300 m².
Der ganze Artikel ist nachzulesen in MOTORIST 5/16.