Innenstadt
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Handel & Hersteller

16. May 2022 | Teilen auf:

Ladenschließungen in Städten nehmen zu

Die Corona-Pandemie hat den stationären Einzelhandel schwer getroffen. Insbesondere in den belebten Innenstädten verzeichnen die befragten Städte und Gemeinden Ladenschließungen, wie die Städtebefragung 2022 des EHI zeigt.

Demnach beobachten fast 68 Prozent der befragten Kommunen Ladenschließungen in Innenstadtlagen und Fußgängerzonen, in Stadtteillagen ist es fast die Hälfte (47 Prozent). Die Anzahl der Ladengeschäfte in Fachmarktlagen erweist sich laut Umfrage in 73 Prozent der Fälle als unverändert. Hier sei der Rückgang der Läden mit 20 Prozent deutlich geringer, sechs Prozent berichteten sogar von Zuwächsen. Bei der Anzahl der Geschäfte in Shopping-Centern erlebten 49 Prozent einen Rückgang, weitere 49 Prozent stuften die Lage als stabil ein.

Fachmarktlagen erweisen sich als krisenfest

Studienleiterin Kristina Pors betont: „Während fast 70 Prozent der Kommunen aufgrund der Pandemie einen Rückgang der Ladengeschäfte in den Innenstädten feststellen, erweisen sich Fachmarktlagen als krisenfest und sogar attraktiv für Neueröffnungen.“ Laut der aktuellen EHI-Städtebefragung beobachten die Kommunen als maßgebliche Veränderungen in den vergangenen beiden Jahren vermehrt Renovierungen und Umnutzungen der Einzelhandelsflächen. So hätten die Einzelhändler die Möglichkeit, durch die Corona bedingten Schließungen Erneuerungen an ihren Geschäften vorzunehmen oder die Räumlichkeiten anders zu nutzen. 62 Prozent der Kommunen stellten mehr Renovierungen fest, bei Umnutzungen (überwiegend in Wohnungen und Büros) seien es 60 Prozent.

Ergänzende Nutzung der Handelsimmobilien

Häufig würden Handelsimmobilien noch anderweitig genutzt. Den Kommunen zufolge haben Freizeit- und Entertainment-Angebote den besten Synergiebeitrag als ergänzende Nutzung für Handelsimmobilien im Innenstadtbereich. 89 Prozent schätzen diese Mischnutzung als gut oder sehr gut ein. Dahinter folgt die Nutzung der Handelsimmobilien durch Büros mit 86 Prozent sowie die Mischnutzung mit Wohnungen und der sozialen Infrastruktur wie Kindergärten oder Arztpraxen (je 81 Prozent).

zuletzt editiert am 16.05.2022