Die wirtschaftliche Lage im deutschen Land- und Baumaschinenhandel sowie im entsprechenden Handwerk bleibt angespannt. Nach den aktuellen Ergebnissen der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im LBT-Bundesverband verzeichnete die Branche im zweiten Quartal 2026 durchschnittlich einen Umsatzrückgang von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Damit setzt sich die negative Entwicklung bereits zum zwölften Mal in Folge fort. Besonders belastet wird die Branche weiterhin durch die schwache Nachfrage im Neumaschinengeschäft. Die Umsätze mit Neumaschinen gingen gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um 6,1 Prozent zurück. Auch der Handelsumsatz insgesamt sank um 4,8 Prozent. Das Geschäft mit Gebrauchtmaschinen zeigte dagegen erste Anzeichen einer Stabilisierung und lag nur noch 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Positiv entwickelte sich der Werkstattbereich mit einem leichten Umsatzplus von 0,9 Prozent. Der Ersatzteilumsatz blieb mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent nahezu unverändert. „Die Zahlen zeigen, dass sich die Branche weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld bewegt“, sagt Präsident Karl Josef Duffner. „Vor allem die Investitionszurückhaltung vieler Kunden wirkt sich deutlich auf den Absatz neuer Maschinen aus. Besonders beunruhigend ist die Stagnation im Bereich Werkstatt- und Serviceleistungen, sonst das Herz jedes Fachbetriebs – das ist kein gutes Signal“, ergänzt erklärt Ulrich Beckschulte, Geschäftsführer Bereich LandBauTechnik und FIS, mit Blick auf die Zahlen.
Erheblicher Kostendruck
Zusätzlich stehen die Unternehmen unter erheblichem Kostendruck. Die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent, die Betriebskosten sogar um 5,0 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Beschäftigten um 1,4 Prozent. Die Zahl der Auszubildenden blieb hingegen weitgehend konstant. Bei den Lagerbeständen zeigt sich derzeit keine wesentliche Veränderung. Sowohl die Bestände an Neu- und Gebrauchtmaschinen als auch die Ersatzteillager bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate bleiben verhalten. Drei Viertel der befragten Fachbetriebe rechnen mit weiteren Umsatzrückgängen. Besonders pessimistisch werden die Aussichten im Neumaschinengeschäft bewertet. Für den Werkstattbereich erwarten viele Betriebe dagegen eine stabile bis leicht positive Entwicklung.
