Die LandBauTechnik-Branche hat die erste Jahreshälfte trotz Corona-Krise gut gemeistert – Erstmals wurden in einer digitalen Pressekonferenz die erweiterte Zufriedenheitsbefragung der Fabrikate mit landtechnischen Maschinen von A wie Anbau bis Z wie Zubehör vorgestellt.
Gleich zwei Premieren beging der LandBauTechnik-Bundesverband e.V. in Essen am 13. August: Erstmals kamen das Präsidium und die Geschäftsstelle zu einer digitalen Pressekonferenz zusammen. Gleichzeitig präsentierte Ulf Kopplin, zugeschaltet aus Schleswig-Holstein, hierbei als weitere Premiere die Auswertung der Zufriedenheitsanalyse. Diese ging unter anderem zurück auf eine Stimmungslage, die man im vergangenen November in der Branche als ein „latentes Unwohlsein“ im Hersteller-HändlerVerhältnis ausgemacht hatte. Gerade das Missverhältnis von Garantiekosten und -vergütungen war dabei als eklatant herausgehoben worden. Mit einer erweiterten Zufriedenheitsumfrage wollte man diesen Eindruck mit Fakten und Zahlen unterfüttern, die nun vorlagen.
Kaum Einschnitte durch Corona
Vorweg gab Vize-Präsident Ludger Gude in der Pressekonferenz seine Einschätzung zur Corona-Krise und der aktuellen Lage. Die Zahlen sprächen dafür, dass die Branche der LandBauTechnik – im Vergleich zu anderen – die Corona-Krise bisher mit wenig Einschnitten überwunden hat. „Nach einer Umfrage unseres europäischen Branchen-Dachverbands CLIMMAR Mitte bis Ende Mai 2020 war die Betroffenheit von der Corona-Pandemie in unserer Branche zwar messbar, aber nicht dramatisch“, so Gude. Dabei mussten kaum staatliche Hilfen in Anspruch genommen werden, auch wenn das Präsidium des Bundesverbands diese – vor allem das großzügig geschnürte Konjunkturpaket der Bundesregierung – durchaus begrüßen. „Ein gutes, weltweit führendes Paket, das in vielen Bereichen hilft. Positiv sehen wir das Thema Stallausbau, das hier berücksichtigt wurde, ebenso wie die Investition im Bereich der Forstwirtschaft.“
Dialog mit Herstellern angestrebt
Anschließend stand die Zufriedenheit der Fachbetriebe mit den Fabrikaten im Mittelpunkt. Im Vorfeld hatten Händler die Möglichkeit gehabt, Schulnoten für bestimmte Bereiche und Kategorien zu vergeben. „Es wird spannend zu sehen, wie die Entwicklungen der Fabrikate ausfallen werden. Denn das ist es ja, was wir eigentlich wollen, wir wollen ins Gespräch kommen, wollen Fehler zeigen und an Verbesserungen mitwirken. Das kann der einzelne Vertragshändler nicht, das geht nur gemeinsam", warb Kopplin. Mehr zur detaillierten Zufriedenheitsumfrage und zum Thema Aus- und Weiterbildung beim LandBauTechnikBundesverband lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von Motorist.