Bei professionellen Laubsaug- und Verladegeräten besteht seit jeher die wesentliche, schwierig umsetzbare technische Herausforderung im technischen Spagat zwischen hoher Luftleistung und niedrigen Lärmemissionen.
Entsprechend gering sind die Möglichkeiten der Konstrukteure, ihren Maschinen und Geräten eine Modellidentität zu verschaffen. Trotzdem gab es in den vergangenen Jahren einige Veränderungen. Viele fahrbare Laubsauggeräte verschiedener Marken kommen zwar in farblich individuellem Maschinenkleid daher, unterscheiden sich aber inwendig nur in Nuancen. Kein Wunder, weil einige Hersteller ihr Produktprogramm mit fremdgefertigten OEM-Maschinen vervollständigen. Die entsprechend hohe Modellvielfalt hat natürlich direkte Auswirkungen auf den erzielbaren Verkaufspreis. Trotz oder gerade wegen dieser engen Margenspielräume gelingt den Herstellern ein insgesamt breit gefächertes Angebot an Maschinen für private Einsätze, semiprofessionelle Anwender und wirklich professionelle Einsätze aus verschiedenen Komponenten sowie in mehreren Qualitäts- und Ausstattungsklassen. Das beginnt bei der Marke und Leistung der Antriebsmotoren (wobei indessen die Saugleistung der jeweiligen Maschinen oftmals sogar dieselbe bleibt), setzt sich bei den Fahrwerks- und Antriebskomponenten fort und endet in teilweise recht reichhaltigen Zubehörsortimenten. Viele Ausrüster bieten verschieden lange und dicke Saugschläuche zur Auswahl; mit Seitenbesen und zusätzlich eingebauten Häckseleinheiten erweitern fahrbare Laubblasgeräte ihren Anwendungsbereich nochmals, mit aufsteckbaren Gebläseköpfen drehen sie sogar ihren Einsatzzweck gewissermaßen um.
Laubbläser
Eingesammeltes oder mit Laubbläsern zusammengetragenes Herbstlaub rasch und rückstandsfrei für den anschließenden Abtransport umzuschlagen, ist wiederum die Aufgabe professionell verwendbarer Verladegebläse. Auch diese Maschinenkategorie verdient besondere Aufmerksamkeit. Denn mit Verladegebläsen arbeiten nahezu ausschließlich professionelle Anwender, und ihre Motorisierung, die hohe Luftleistung sowie die robuste, möglichst verschleißresistente Ausführung der Turbinen und Fördereinrichtungen müssen deswegen auf harte, strapaziöse Dauereinsätze ausgerichtet sein. Die teilweise überaus breiten Produktsortimente der in- und ausländischen Hersteller bieten üblicherweise Geräte in mehreren Leistungsklassen und machen es mit diversen Antriebs- und Mobilitätsarten den Anwendern möglichst einfach, die Verladegebläse in den bereits vorhandenen Maschinen- und Fahrzeugpark einzugliedern. Die Spanne des Angebotes reicht von kompakten, aber durchaus leistungsfähigen selbstfahrenden Sauggebläsen mit eigenem Verbrennungsmotor über ebenfalls antriebsautarke Anhängermodelle für Pkw- und Lkw-Zugfahrzeuge sowie per Zapfwelle angetriebene Traktoranbauten bis hin zu großen, extrem leistungsfähigen Lkw-Anhängern, die allerdings für das typische Klientel und Sortiment der meisten Motoristen bereits eine Schuhnummer zu groß sein dürften.
Durchaus passend für die kommunale Kundschaft, für Landschaftsgärtner und gewerbliche Dienstleister sind jedoch die Geräte für den klassischen Traktor-Heckdreipunkt, die Maschinen auf Anhängern sowie die Verladegebläse zur raschen Montage an den Ladebordwänden von Lkws.
Lärm oder Leistung
Laubsammeln ohne Lärm das funktioniert nur mit handgeführten Besen und kommt für gewerbliche Profis nicht infrage. Tatsache ist, dass ein großer Teil des Betriebsgeräusches von Laubsaug- und Verladegeräten ebenso wie bei handgetragenen oder fahrbaren Blasgeräten durch die eigentliche Turbine erzeugt wird und sich nur begrenzt unterdrücken lässt. Die Antriebsmotoren lassen sich natürlich kapseln, solange Anwender bereit sind, einen eventuellen Aufpreis dafür zu bezahlen. Auch die eigentlichen Gebläse können durch speziell geformte Turbinen, eine wirksame Innendämmung und eine intelligente Luftführung leiser werden. Trotzdem müssen sie zwangsläufig ein gewisses Quantum an Betriebslärm herauslassen, um die gewünschte Menge an Herbstlaub hereinzulassen. Begrenzt zielführend ist dabei letztlich die beliebte und weithin verbreitete Methode, einfach die Nenndrehzahl eines Gebläses herabzuregeln, um den Vorgaben an Lärmschutz zu entsprechen, und die Drehzahl im eigentlichen Einsatz wieder hochzudrehen. Und solange schließlich nicht alle Hersteller vergleichbare technische Daten zum Lärmverhalten ihrer Geräte liefern, weil die Emissionswerte nach unterschiedlichen Normen und Messmethoden festgestellt werden, bleibt auch das Zahlenmaterial in den technischen Unterlagen der Geräte schwierig vergleichbar. Für Hersteller, Ausrüster und Anwender ist also der Umgang mit Lärm beim Verwenden von Geräten zur Laubbeseitigung im doppelten Wortsinn eine Einstellungssache.