Die Land- und Baumaschinen- sowie Motorgeräte-Fachbetriebe melden seit nunmehr zehn Quartalen Umsatzverluste, so auch im vierten Quartal 2025.
Dies sei angesichts der vergleichsweisen guten Stimmung wie sie noch auf der Agritechnica im November herrschte nicht unbedingt zu erwarten gewesen, konstatiert der LandBauTechnik - Bundesverband. Als ausschlaggebend für den Stimmungswandel hält dieser das Neumaschinengeschäft und hier vor allem den Traktorenmarkt. Die Lager an Neumaschinen bauen sich zwar weiter ab. Erstmals schwächelt jedoch auch der Service und die Mitarbeiterzahlen gehen minimal zurück. Dies alles trübt die Erwartung an die Zukunft ein. De Facto zeigt die Branchenkonjunktur im Land- und Baumaschinenhandel und -Handwerk auch im vierten Quartal 2025 ein Minus gegenüber dem Vorjahresquartal: Um deutliche 6,7 Prozent nahm der Umsatz ab. Verantwortlich dafür ist das Neumaschinengeschäft mit einem Minus von 7,2 Prozent. Auch der Gebrauchtmaschinenmarkt zeigt sich wieder etwas eingetrübt (-4,5%).
Serviceumsätze stagnieren
Erstmals seit vielen Jahren liegt jedoch auch die Umsatzentwicklung im Service um Null: plus 0,5 Prozent bei den Werkstattarbeiten und sogar minus 0,4 Prozent im Ersatzteilvertrieb. „Das stimmt sehr bedenklich und ist für ein Agritechnica-Quartal unerwartet. Auch dafür, dass wir damit mittlerweile 30 Monate am Stück im Durchschnitt Deutschlands beim Umsatz im Minus liegen, gibt es in zwanzig Jahren keinen Vergleich“, ist Ulrich Beckschulte von der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im LandBauTechnik-Bundesverband wieder deutlicher beunruhigt. Mit 64 Prozent vermeldete mehr als die Hälfte aller etwa 4.000 Fachbetriebe in Deutschland Umsatzverluste, gerade einmal bei fünf Prozent ist der Gesamtumsatz gestiegen. Das ergab eine Umfrage der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im LBT-Bundesverband. Die Umsatzerwartungen an die nähere Zukunft sind ebenfalls eingetrübt: Mit 54 Prozent erwartet mehr als die Hälfte ein weiteres Umsatzminus, demgegenüber nur neun Prozent eine positive Entwicklung.
Warum der Wandel auch im Motorgeräte-Fachhandel deutlich spürbar ist, lesen Sie im Interview mit Ulrich Beckschulte und Paul Raimund, Vorstand in der Bundesfachgruppe Motorgeräte im LBT-Bundesverband, in der April-Ausgabe von Motorist.
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