Diagramm zu LBT-Branchenzahlen im Jahresschluss-Quartal 2023.
LBT-Branchenzahlen im Jahresschluss-Quartal 2023. (Quelle: LBT Bundesverband)

Handel & Hersteller 2024-04-08T08:32:23.062Z LBT Branchenkonjunktur zeigt sich deutlich abgeschwächt

Die Stimmung im Land- und Baumaschinen- sowie Motorgeräte-Fachhandel hat sich eingetrübt. Dies vermeldet der LandBauTechnik Bundesverband auf Basis seiner aktuellen Konjunkturumfrage.

Demnach vermeldeten die fast 6.000 befragten Betriebe des Land- und Baumaschinen- sowie Motorgeräte-Fachhandels im vierten Quartal 2023 deutliche Umsatzverluste im Maschinenhandel – und dies bei einem anhaltend hohen Kostendruck. Auch insgesamt wies die Branchenkonjunktur im LBT-Handel und -Handwerk im Schlussquartal des vergangenen Jahres erneut ein Negativergebnis aus: Nach -0,7 Prozent im Herbst ging der Branchenumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal im Winter sogar um 2,7 Prozent zurück. Nur 13 Prozent verzeichneten noch Umsatzzuwächse, bei gerade 15 Prozent gab es keine Veränderung und drei Viertel der Mitglieder hatten Umsatzverluste zu beklagen – und das trotz der Agritechnica im November, die in der Vergangenheit zumeist noch einmal für eine positive Sonderkonjunktur stand.

Maschinenhandel klarer Verlierer

„War es bisher nur die Warnung vor einer fatalen Entwicklung, stehen wir heute trotz abnehmender Kostenzuwächse vor einer ganz schwierigen Situation: Noch nie war der Abstand von Umsatz- zu Kostenentwicklung so groß und das leider zu Ungunsten der Umsatzseite“, resümiert Ulrich Beckschulte von der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im LandBauTechnik-Bundesverband. Dabei ist der Maschinenhandel  (-3,8%) ganz klar der Verlierer, Werkstatt- (+6,5%) und Teileumsatz (+5,7%) wuchsen davon unbeeindruckt weiter. Die Kostenentwicklung zeigt sich mit plus 6,7 Prozent beim Personal und plus 5,2Prozent bei den Betriebskosten leicht eingebremst, aber unvermindert hoch. „Hinzu kommt eine bedenkliche Situation in den Maschinenlagern, wo sich vor allem Neu-, zunehmend aber auch Gebrauchttechnik türmt, deren schleichender Abfluss bei gestiegenen Zinsen zu immensem Druck auf die Liquidität in den Fachbetrieben führt.“  

Fachbetriebe setzen auf die Werkstatt

Demgegenüber ist der Beschäftigtenstand mit plus 1,8 Prozent erneut leicht gestiegen. Die Investitionsneigung war im vierten Quartal 2023 ausgeglichen.  Auf die Frage nach ihren Umsatzerwartungen an die nähere Zukunft waren die Fachbetriebe zum Jahreswechsel deutlich wie nie: Satte 75 Prozent erwarten Umsatzverluste, es ist ganz klar: die dunklen Wolken am Horizont kommen näher. Einzig der Werkstatt trauen knapp die Hälfte der Fachbetriebe eine positive Entwicklung zu.

zuletzt editiert am 08. April 2024
Newsletter