Zwei Personen arbeiten an einer Motorsäge und einem Hochdruckreiniger auf einer Messe.
Das Land- und Baumaschinenmechatroniker/innen-Handwerk erfreut sich bei junge Leuten weiterhin guter Beliebtheit. Auch junge Frauen fühlen sich angesprochen. (Quelle: LBT)

2025-06-03T11:14:41.496Z LBT: Mit 10.113 Azubis weiter auf Rekordkurs

Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse im LBT-Handwerk ist erneut gestiegen. Mit deutlich über 10.000 Auszubildenden zum Stichtag 31. Dezember 2024 beweist das Berufsfeld Land- und Baumaschinenmechatroniker/in Perspektive und Systemrelevanz.

„Ein noch nie dagewesenes Ergebnis“ – mit diesen Worten und damit verbundener großer Freude feiert die LandBauTechnik-Branche den neuen Rekord bei den Ausbildungsverhältnissen. Während sich die Zahl im Handwerk insgesamt bundesweit mit einem minimalen Rückgang von Minus 0,1 Prozent nahezu stabil hält, entwickelt sich das Ausbildungsfeld des/der Land- und Baumaschinenmechatronikers/in weiterhin erfolgreich. Mit einem Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – das entspricht 246 zusätzlichen Ausbildungsverhältnissen – setzt die Branche ihren Erfolgskurs eindrucksvoll fort. Konkret befanden sich zum Stichtag 31. Dezember 2024 10.113 Personen in einer Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschinenmechatroniker/in, davon 8.784 Auszubildende in einem regulären Ausbildungsverhältnis in einer der 2.863 Ausbildungsstätten im Handwerk. Hinzu kommen die knapp 2.000 zusätzlichen Auszubildenden in Betrieben außerhalb der Handwerksrolle, die über die IHK erfasst werden.

Attraktiver Beruf

Dies bedeutet einen neuen Allzeitrekord für das Berufsbild des/der Land- und Baumaschinenmechatronikers/in – und das zum wiederholten Mal. Auch im Handwerk insgesamt positioniert sich das Berufsfeld äußerst erfolgreich. So verzeichnet die gesamte Gruppe der Elektro- und Metallhandwerke, zu der auch die LBT-Branche zählt, ein Plus von 1,6 Prozent. Allerdings gibt es hier auch Bereiche wie die Metallbauer, die mit minus 7,2 Prozent erneut deutliche Rückgänge hinnehmen müssen. Für Bundesinnungsmeister Norbert Stenglein ein klarer Beleg für die Attraktivität und Relevanz des Berufs: „Unser Beruf ist schon etwas Besonderes – inhaltlich breit aufgestellt, technisch hochinteressant, zukunftssicher und international gefragt. Ich danke an dieser Stelle allen Ausbilderinnen und Ausbildern, die in den Werkstätten jeden Tag ihr Wissen weitergeben und damit unseren Beruf so lebendig halten.“  

Erfolgreiche „Starke Typen“-Kampagne

Stenglein führt den anhaltenden Aufwärtstrend zudem ganz klar auf die Nachwuchskampagne Starke Typen zurück, die gezielt das moderne und vielseitige Berufsbild kommuniziert. „Wir sind damit nicht nur auf der Erfolgs- sondern nahezu auf der Überholspur“, sagt der Innungsmeister. Seit über zehn Jahren setzt die Karriere- und Nachwuchskampagne mit ihren über 30 Partnern erfolgreich unterschiedlichste Themen auf, um auf den Beruf aufmerksam zu machen und die zahlreichen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. „Unser Portfolio ist so breit aufgestellt wie der Beruf selbst, wir nutzen verschiedenste Social-Media-Kanäle, sprechen Schüler mit gezielten Unterrichtseinheiten an, bieten Händlern Materialien für ihre Messeauftritte und vieles mehr.“ Den Beruf „zum Anfassen“ präsentieren die Starken Typen als „Team Werkstatt live“ natürlich wieder bei der Agritechnica 2025. 

Erfreulicher Trend

Ein erfreulicher Trend zeigt sich übrigens auch bei der Zahl weiblicher Auszubildender. Zwar liegt der Anteil im Gewerk mit 3,43 Prozent bzw. 300 weiblichen Lehrlingen noch im unteren Bereich. Dennoch ist damit ein deutlicher Fortschritt erkennbar. „Mich freut es außerdem, dass der Anteil vorzeitiger Vertragslösungen in unserem Gewerk gering ist. Spricht das doch dafür, dass wir die jungen Menschen schon im Vorfeld gut über unseren Beruf informieren und auch während der Ausbildung stetig begleiten“, so Norbert Stenglein. Aktuell liegt die Quote bei den vorzeitigen Vertragsauflösungen bei knapp über 5 Prozent gegenüber 17,8 Prozent im Handwerk insgesamt. Das spreche für mindestens ordentliche Werte bei Klima und Zufriedenheit in den Ausbildungsbetrieben. „Unser Beruf ist in seiner fachlichen und technologischen Breite einzigartig. Ohne unsere Fachkräfte steht die Landtechnik, der Bau, die Kommunal- und Gartentechnik still. Unsere Branche ist systemrelevant – das zeigt sich in jeder Krise aufs Neue“, ergänzt Stenglein. Mit Blick auf Fachkräftemangel und Transformation der Arbeitswelt sei dieser Trend ein ermutigendes Signal: Die Land- und Baumaschinenmechatronik bleibe ein Beruf mit Zukunft.

Immer eine gute Nachricht!

Alle 14 Tage erhalten Sie kompakt aufbereitet die wichtigsten Neuigkeiten und spannenden Einblicke aus der Motoristen-Branche. Schnell, übersichtlich und direkt in Ihr Postfach. Jetzt anmelden!

zuletzt editiert am 25. Juli 2025
Newsletter