Portrait eines mittelalten Mannes vor einer Hecke
Stefan Lohrberg, Director der spoga+gafa. (Quelle: Peter Susewind)

Messen & Veranstaltungen 2024-01-29T13:06:30.895Z Lösungen für eine lebensgrünere Stadt

„Responsible Gardens – Verantwortungsvolle Gärten.“, so lautet das Leitthema der diesjährigen spoga+gafa vom 16. bis zum 18. Juni in Köln. Warum man sich für dieses Topic entschied und welche Chancen es ebenso wie die Fachmesse für die Grüne Branche bietet, erklärt Stefan Lohrberg, Director der spoga+gafa, im Interview.

Herr Lohrberg, was hat es mit dem Leitthema „Responsible Gardens – Verantwortungsvolle Gärten.“ auf sich? 

Die spoga+gafa präsentiert sich bereits seit 2017 unter einem übergreifenden Leitthema, welches aktuelle Branchenentwicklungen und gesellschaftlich relevante Themen in den Fokus nimmt. In einer zunehmend vernetzten Welt, in der individuelle Handlungen weitreichende Auswirkungen haben können, wird die Rolle der persönlichen und kollektiven Verantwortung bei der Bewältigung globaler Herausforderungen immer wichtiger. Bedeutet: Hersteller, Handel, Konsumenten - wir alle müssen uns über die Auswirkungen unseres Handelns bewusst sein. Daher war es ein logischer Schritt, das Thema auch auf der spoga+gafa 2024 in den Fokus zu rücken.

Worin sehen Sie diese Verantwortung konkret?

Verantwortung gewinnt in der Gartenbranche aus vielerlei Gründen an Bedeutung, etwa dem wachsenden Bewusstsein zu Umweltfragen wie Klimawandel, Artensterben, Ressourcenknappheit und dem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Das zeigt sich in einer steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Gartenprodukten und umweltfreundlichen Praktiken. Das Leitthema der spoga+gafa 2024 „Responsible Gardens – Verantwortungsvolle Gärten“ greift genau diese Entwicklungen auf. Aus unserer Sicht bedeutet es mehr als Nachhaltigkeit. Verantwortung im Sinne unseres Leitthemas trägt dazu bei, Umweltauswirkungen zu minimieren, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die ökologische Vielfalt zu erhalten. Ebenso fördert sie soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität, indem sie auf eine ausgewogene Verteilung von Ressourcen und Chancen abzielt. Insgesamt spielt das Thema eine grundlegende Rolle bei der Genese einer lebenswerten und langfristig stabilen Gesellschaft. Damit ist auch unser Leitthema Responsible Gardens auf verschiedenen Ebenen zu betrachten: von gesellschaftlichen Herausforderungen über die Gesundheit bis zum Produkt im Garten.

Welche Rolle nimmt dabei die spoga+gafa ein?

Unser Ziel als der größten Garten- und BBQ-Messe ist es, dass sich alle Akteure der Grünen Branche ihrer Verantwortung bewusstwerden, die sie als Unternehmen, Hersteller, Händler, Multiplikator oder Konsumentin durch die Gestaltung und Nutzung von Balkonen, Gärten, Terrassen oder Freiflächen gegenüber der Gesellschaft und unserer Umwelt haben. Gemeinsam mit den Ausstellern und Messegästen wird die spoga+gafa 2024 individuelle Antworten auf Fragen finden, die sich aus dem Leitthema ergeben: Ideen für ressourcenschonendes Gärtnern, fair produzierte Gartenprodukte, emissionsarme BBQ-Technologien, Produkte für eine klimagerechte Gartenpflege und Bewässerung. Bei der Industrie geht es z. B. um die Verantwortung, die sie durch ihre Produkte übernimmt, wie etwa den Produktionsort, die Art und Weise der Fertigung und die eingesetzten Materialien. Bei den Händlern stellt sich u. a. die Frage, wie sie das Thema auf die Fläche bringen. Umweltfreundliche, nachhaltig und fair produzierte oder ergonomische Produkte werden hier im Fokus stehen. Weitergedacht muss der Handel für die Schulung des Personals in der Kundenberatung sorgen – beispielsweise zur naturnahen Gartengestaltung oder zum richtigen Umgang mit Gartengeräten.

Auch im öffentlichen Raum spielt verantwortungsvolles Grün eine wachsende Rolle. Welche Potenziale bietet die spoga+gafa in diesem Kontext für die Anbieter im Bereich Gartentechnik-, Pflege- und Handel?

Spricht man mit den Verantwortlichen von Stadt und Kommune, so zeigen sich immer wieder zwei Ansätze, den städtischen Raum grüner und damit auch temperaturkühler zu gestalten: Städtisch verantwortete Handlungen oder die Incentivierung und Aktivierung der privaten Haus-, Garten- und Balkon-Besitzer, selbstverantwortlich ihren Teil beizutragen. Anbieter aus den Bereichen Gartentechnik und Grünpflege finden auf der spoga+gafa zum Beispiel kommunales Gehör auf unseren Vortragsbühnen, auf denen sie ihre Lösungen für eine lebensgrünere Stadt präsentieren können. Der anwesende Gartenhandel sucht spannende Lösungen für den Endkunden. Dafür relevante Themen, etwa Lösungen für schnell wachsendes Fassadengrün oder ressourcenschonende Bewässerung, finden sich in vielen der spoga+gafa Messehallen. Erst wenn Kommune, Lieferanten und der Handel zusammenarbeiten, gemeinsame Ansätze und Lösungen finden, erst dann werden unsere Städte merklich grüner. Für diesen Austausch ist die spoga+gafa der richtige Ort.

zuletzt editiert am 30. Januar 2024
Newsletter