Handel & Hersteller 2013-06-07T00:00:00Z Marktübersicht Sitzmäher/Rasentraktoren

Aufsitzmäher und Rasentraktoren gehören bei Besitzern großer Gärten inzwischen ganz praktisch zur Ausstattung. Mit der wachsenden Zahl älterer Gartenbesitzer steigt aber auch der Anteil derjenigen, denen die Rasenpflege mit dem handgeschobenen Mäher zu mühsam wird. Die Motoristen sollten deshalb auch diese Zielgruppe im Blick haben, um ihre sichere Position im Markt weiterhin zu festigen.

Einen leichten Rückgang vermeldet die GfK - Gesellschaft für Konsumforschung – in dieser Produktgruppe. Bei der Menge fiel er mit einem Minus von 2,9 % im Vergleich der Jahre 2011 zu 2012 recht moderat aus. Für den gleichen Zeitraum gibt man den Rückgang beim Wert mit einem Minus von 4,8 % an. Auch dies ist kein Grund für eine größere Beunruhigung. Vor allem bei den größeren Maschinen lässt sich ein stärkerer Rückgang bei der Menge aus den Zahlen herauslesen - mit der entsprechenden Auswirkung auf den insgesamt erzielten Wert. Dass sich in dem Unterschied der beiden Prozentwerte für die Menge und den Wert die Tendenz abzeichnet, die einen Preisdruck im Markt signalisiert, lässt sich deshalb nicht konstatieren. Der Wert sinkt zwar schneller als die Menge, was darauf hindeuten könnte, dass die Maschinen folglich preiswerter angeboten oder aber geringwertigere Maschinen verkauft werden. Durch den stärkeren Rückgang bei den großen Maschinen geistert dieses Gespenst (noch) nicht durch den Markt.

Auch die befragten Hersteller sehen die Marktentwicklung gelassen. Allerdings ist eine leichte Tendenz in Richtung Aufsitzmäher spürbar. Die Einschätzung, dass sich der Markt auch in den nächsten Jahren weiterhin so entwickeln wird, teilen auch die befragten Hersteller.

Wie bei den PKWs: wenig Elektro

Ein Nischendasein führen derzeit noch die Aufsitzmäher mit Akku. Und das wird nach Herstellermeinung auch noch weiterhin so bleiben. Ganz und gar nicht in der Nische bewegen sich die Aufsitzmäher und Rasentraktoren mit Hydrostat. Deren Anteil an der Maschinengruppe wird nach Einschätzung der Hersteller dominant den Markt bestimmen, Einschätzungen bis hinauf auf 95 % sind in den Befragungen zu finden.

Damit zeichnen sich bereits die Vorlieben der Nutzer von Aufsitzmähern, Rasentraktoren und Null-Wendekreis-Mähern ab, die auch in den nächsten Jahren die Faktoren für die Kaufentscheidung bilden: einfache Bedienbarkeit, hohe Funktionalität und gute Qualität. Dazu gehören dann Auffang- oder Mulchfunktionen - je nach Kundenwunsch, Anbaumöglichkeiten und natürlich ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Konkurrent Roboter

Mäht der Roboter den Aufsitzmähern und Rasentraktoren zukünftig das Gras unter den Messern weg? Wohl kaum, sind sich die befragten Hersteller wiederum recht einig. Nur in Randbereichen werden sich diese beiden Marktsegmente, so die Prognose, in die Quere kommen. Denn nach Herstellereinschätzung handelt es sich bei den Käufern jeweils um unterschiedliche Zielgruppen: technikaffine auf der einen Seite, emotionale Praktiker auf der anderen Seite.

Wenn überhaupt, so die Einschätzung der weiteren Entwicklung der Marktsegmente, zeigt sich die Konkurrenz der Mähroboter bei den Aufsitzmähern, deutlicher sicherlich aber bei den handgeführten Rasenmähern. Den Rasentraktoren mit ihrer Vielseitigkeit können die Selbstfahrer unter den Rasenmähern nichts anhaben. Zudem bilden auch die Größenklassen der Gärten, die für den Robotermäher einerseits, für den Rasentraktor andererseits in Frage kommen, keinen Hintergrund für eine ernsthafte Konkurrenzsituation.

Erschienen ist der komplette Artikel in MOTORIST 3/13

zuletzt editiert am 26. März 2021
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