Industriearbeiter in einer Produktionshalle Quelle: Pexels/Kateryna Babaieva
Die Rohstoffkrise sorgt für Probleme in der industriellen Produktion. Quelle: Pexels/Kateryna Babaieva

Handel & Hersteller

02. August 2021 | Teilen auf:

Materialmangel in der Industrie bedroht Aufschwung

Fast zwei Drittel der Industriefirmen in Deutschland klagen über Engpässe und Probleme bei Vorlieferungen als Hindernis für ihre Produktion. Das geht aus der vierteljährlichen Umfrage des Ifo-Instituts hervor.

Von April bis Juli stieg der Anteil demnach von 45 auf 63,8 Prozent. „Bereits im Vorquartal meldeten die Unternehmen  einen Rekordwert, dieser wurde nochmals deutlich übertroffen. Das könnte zu einer Gefahr für den Aufschwung werden“, sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Zuvor lag der Spitzenwert bei 20,2 Prozent im dritten Quartal 2018. „Problematisch“, so Wohlrabe, „sind auch die teilweise stark gestiegenen Einkaufspreise. Derzeit bedienen die Hersteller die Nachfrage noch aus ihren Lagern an Fertigwaren. Aber die leeren sich nun auch zusehends, wie sie uns mitgeteilt haben.“

Die Knappheit bei Halbleitern und Chips macht sich insbesondere bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen bemerkbar (84,4 Prozent) sowie bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern (83,4 Prozent). Die stark gestiegenen Preise für Kunststoff-Granulate machen den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren deutlich zu schaffen (79 Prozent). Bei den Herstellern elektronischer Geräte beklagen 72,2 Prozent Materialmangel, außerdem 70,3 Prozent der Maschinenbauer.