Justicia (Quelle: Pixabay)
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11. January 2022 | Teilen auf:

Minijobber werden teurer

Die Regierungskoalition wird die Minijobgrenze 2022 voraussichtlich auf 520 Euro im Monat erhöhen. Gleichzeitig soll dabei auch der Mindestlohn auf 12 Euro steigen. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Minijobs.

Das zeigt Steuerberater Roland Franz aus dem Rheinland auf. Demnach ist die Anhebung der Minijobgrenze auf 520 Euro zwar nicht das vorrangige Ziel. Jedoch steigt der Mindestlohn laut Angaben des Bundesarbeitsministeriums (BAMS) zum 1. Januar auf 9,82 Euro pro Stunde an. Zuvor waren es 9,60 Euro. Zum 1. Juli winkt dann planmäßig eine weitere Erhöhung auf 10,45 Euro pro Stunde. Langfristig ist geplant, den Mindestlohn auf 12 Euro je Stunde anzuheben. Ab wann dies gelten soll ist aktuell noch nicht öffentlich. Gleichzeitig könnte dann jedoch auch für 2022 die Minijobgrenze von derzeit 450 Euro im Monat auf 520 Euro angehoben werden.

Nebenkosten steigen mit

Denn durch die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro je Stunde erhöhen sich auch für Minijobber die Nebenkosten für den Betrieb. Konkret fallen bei 12 Euro Stundenlohn folgende Kosten für Minijobber an: Krankenversicherungsbeitrag je Stunde 1,56 Euro (13 Prozent), Rentenversicherungsbeitrag 1,80 Euro je Stunde (15 Prozent), Pauschsteuer 0,24 Euro (2 Prozent) , Umlagen wie Insolvenzgeld 0,17 Euro je Stunde (1,48 Prozent). Insgesamt ergibt dies einen Betrag von 3,77 Euro Lohnnebenkosten für den Betrieb je Stunde, in der dieser einen Minijobber beschäftigt. Der Stundensatz beläuft sich somit auf 15,77 Euro. Hierbei sind weitere Kosten für die Unfallversicherung und andere Abgaben noch nicht einberechnet.

zuletzt editiert am 21.01.2022