Nachdem wir uns an dieser Stelle zuletzt 2010 mit dem Thema „Motorhacken“ beschäftigt haben, ist es nun wieder an der Zeit, den Markt von Neuem zu betrachten und zu prüfen, wie sich dieses Segment der motorgetriebenen Gartengeräte entwickelt hat. Motorhacken führen ein Schattendasein im Sortiment der Motoristen, da sich die abzusetzenden Stückzahlen, im Vergleich zu dem der Rasenmäher in einem bescheidenerem Rahmen bewegen. Daraus abzuleiten, dass Motorhacken im Vertrieb uninteressant sind, wäre aber ein Trugschluss.
Wie hat sich das Geschäft mit den Bodenbearbeitungsgeräten in den vergangenen Jahren entwickelt? Hat sich der Wunsch vieler Gartenbesitzer nach pflegeleichten Grünflächen rund ums Haus auch auf die Nachfrage von Hacken bemerkbar gemacht? Liegt das Interesse der Garten- und Schrebergartenbesitzer weiterhin in der Bearbeitung von Beeten und im Anbau verschiedener Gemüsesorten? Diese Fragen haben wir auch diesmal wieder den Lieferanten gestellt.
Das Thema „Komfort“ scheint eine immer größere Rolle zu spielen. Verschiedene Hersteller finden es auch wichtig, dass die Hacken gut und einfach transportierbar sind. Eine einfache, weitgehend wartungsfreie, Handhabung wurde ebenfalls mehrfach genannt. Dies schätzen wohl vor allem die Nutzer, die ebenfalls gemeinschaftlich ein Gerät besitzen.
„Wie wird die Bedeutung von möglichem Zubehör gesehen?“ Die Antworten auf diese Frage lassen den Schluss zu, dass Rasenlüfter und Kantenschneidvorrichtungen, oder Vergrößerungen der Arbeitsbreite eine eher untergeordnete Rolle spielen. Größere Bedeutung haben aber Pflüge in verschiedenen Ausführungen, vor allem als Häufel- oder Beetpflug. Sie finden vor allem bei den größeren Maschinen Verwendung.
Die Bedeutung von kleinen, elektrisch betriebenen Motorhacken wurde mehrheitlich als „sehr gering“, „untergeordnet“ und „zu vernachlässigen“ eingeschätzt.
MV
Der Auszug stammt aus einem Beitrag aus MOTORIST, Ausgabe 1/14.