Handel & Hersteller 2016-06-14T00:00:00Z Motorist Van den Bossche - Belgien

Belgien ist ein kleines Land in Europa – aber mit einer sehr aktiven und erfolgreichen Fachhändlerszene. Hier eine Reportage über den Motoristenbetrieb Van den Bossche in Lennik.

Der Betrieb wäre auch in Deutschland in der Spitzenklasse zu finden und hat einiges vorzuzeigen.

Gegründet wird der Motoristenbetrieb 1958 durch Josef August Van den Bossche am Standort Lennik. 1993 erreichen die Eltern Van den Bossche das Pensionsalter. Tochter Anja Van den Bossche (heute 46 Jahre alt) übernimmt zusammen mit ihrem Mann Marc Vander Elst (im gleichen Alter) den elterlichen Betrieb, damals im Alter von 24 Jahren. Anja bringt in die Verantwortung der Betriebsübernahme ein abgeschlossenes Marketingstudium mit, Marc den Abschluss als Elektromechanikermeister.

Top-Markenprogramm

1988 wird mit Honda die erste Motorgerätemarke eingeführt, 11 Jahre später Stihl. Beide sind auch heute noch die wichtigsten Marken im Betrieb und sorgen entscheidend für weiteres Wachstum. Wachstumstreiber sind in der Marke Honda die Robotermäher, die immer inklusive Installation (übrigens auch bei allen anderen vertriebenen Robotermarken) angeboten werden und bei Stihl ist es aktuell das Akkugeräte-Sortiment. Als weitere Marken sind noch Eliet, Kränzle mit seinen Hochdruckreinigern, Kubota mit Aufsitzmähern sowie kleinen Traktoren, Metabo mit Heckenscheren, sowie Robomow und Stiga mit Rasenmähern sowie Aufsitz- und Frontmähern präsent.

Dabei ist Anja Van den Bossche für die Bereiche Verkauf und Buchhaltung verantwortlich, Ehemann Marc für Einkauf + Verkauf sowie die Werkstattleitung. In der Werkstatt arbeiten sieben Mechaniker, sodass der Betrieb insgesamt neun Mitarbeiter ernährt. Zwei der Mechaniker können flexibel auch im Verkauf eingesetzt werden.

In Belgien hat der Robotermarkt aktuell eine Verkaufsgröße von bis zu 7.000 Stück pro Jahr. 75 % bis 80 % des Gesamtmarktes wird dabei vom Fachhandel verkauft. Seit 2002 führt der Motorist die Robotermäher im Sortiment.

Konkurrenzsituation

In Belgien gibt es aktuell bis zu 500 Motoristenbetriebe. Insgesamt sind die belgischen Käufer immer noch stark Fachhandelsorientiert. „Sie gehen immer noch zuerst zum Fachhandel und lassen sich hier gerne auch beraten. Der Kunde legt auch Wert auf eine entsprechende Auswahl“, sagt Anja Van den Bossche.

Auch der Druck der Baumärkte ist in Belgien deutlich geringer als in Deutschland. Ihr Anteil am Motorgerätemarkt wird auf nur rund 30 % geschätzt. Zudem führen sie auch komplett andere Marken als der Fachhändler.

Auszug aus einem Beitrag in MOTORIST, Ausgabe 3/16.

(Erscheinungstermin: 21.06.2016)

zuletzt editiert am 26. März 2021
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