Die Redaktion erreichten innerhalb weniger Tage mehrere Leserbriefe, die im gleichen Tenor die Zukunft des Fachhandels ernsthaft in Frage stellen. Hier eine Zusammenfassung:
In Zukunft wird es den klassischen Motoristen sowieso nicht mehr geben. Die großen Hersteller verlagern ihre Verkäufe immer mehr auf andere Vertriebskanäle, seien es die Baumärkte oder das Internet. Den Baumärkten richten sie dabei noch deren Verkaufsflächen ein, die uns dann Konkurrenz machen. Diese Ausstellungen zeigen dabei auf einem Top-Ausstattungsniveau eine Größe und Vielfalt an Maschinen - so eine tolle und komplette Präsentation kann sich kein Motorist leisten. So wird einem der Weg gezeigt, wo es in Zukunft langgeht!
Und für die Reparatur ist der typische Motorist schon lange zu teuer. Das können Feierabendschrauber wesentlich günstiger und unkomplizierter – die brauchen keinen Meister, keine teure Werkstatt oder einen Ausstellungsraum. Ich muss mich selbst mit mindestens zwei dieser unlauteren Wettbewerber im Umkreis messen. Und die namhaften Hersteller und großen Ersatzteillieferanten beliefern sie alle gerne. Nach den vielen Beteuerungen der Vergangenheit, dass nur noch Fachbetriebe gefördert werden, sieht die Realität doch völlig anders aus. Der kurzfristige Verkauf an jeden ist wichtiger als die Zukunft der Fachbetriebe, die diesen Namen auch verdienen.
Die einseitige Bevorzugung der Lieferanten schließt – neben den reinen Internethändlern - auch Kollegen ein, die dort bereits vertreten sind. Hier werden tausende von Geräten verkauft und das mit für einen stationären Motoristen lächerlichen Spannen von wenigen Euro.
Für mich sind wir Motoristen die größten Verlierer in diesem Spiel - und die Hersteller die Gewinner! Und wer macht sich eigentlich Gedanken über die Zukunft des stationären Handels – oder will man sein Sterben bewusst herbeiführen bzw. billigend in Kauf nehmen?