Unternehmensführung 2014-06-06T00:00:00Z Motorsensen/Freischneider

Die Produktkategorie Motorsensen war vor vier Jahrzehnten hier zu Lande noch völlig unbekannt. Lediglich wenige schwere Modelle als klassische Forst-Freischneider, die von Forstprofis zum Auslichten, Läutern und Freischneiden eingesetzt wurden, waren im Angebot. Erst Ende der 1970er Jahre schwappten die ersten leichten und handlichen Benzin-Motorsensen japanischen Fabrikats über den Ozean nach Deutschland.

Inzwischen hat sich diese Produktgruppe mit einer breiten Angebotspalette hinsichtlich Antriebleistung und Verwendungsmöglichkeiten im Markt etabliert. Am Markt agieren aktuell 13 gelistete Anbieter, die mit insgesamt 19 Marken präsent sind. Die Zahl der Modelle und Varianten hat sich nicht zuletzt infolge der gestiegenen Anforderung durch neue Vorschriften (Abgasrichtlinie etc.) von der inflationären Zahl 356 in 2007 aktuell auf 128 (124 mit Benzinmotor und 4 mit E-Motor) reduziert. In den aktuellen Modellzahlen sind 26 neue Modelle (23 mit Benzinmotor und 3 mit E-Motor) enthalten. Der Markt ist also überschaubarer geworden.

Der Markt in Zahlen

Bereits in 2010 wurde für das gesamte Produktsegment mit Benzinmotor schon wieder ein Absatz von ansehnlichen 200.000 Einheiten registriert und hat sich in den Folgejahren bis 2012 kontinuierlich mit 238.000 Einheiten auf Vorkrisenniveau gesteigert. Nach dieser rasanten Aufholjagd ist der Markt wieder etwas zur Ruhe gekommen und hat das Jahr 2013 mit einer leichten, konsolidierenden Abnahme auf 230.000 Einheiten abgeschlossen.

Für die Modelle mit Elektromotor liegen nur vage Zahlen vor, die keine Basis für eine einigermaßen verlässliche Aussage bilden. Es kann aber wohl unterstellt werden, dass sich dieses Marktsegment, wie auch in den vergangenen Jahren, in Anlehnung an den Benzinmotorgeräte-Markt ähnlich positiv entwickelt hat.

Die Prognosen der Anbieter, die den Benzingeräte-Markt in 2014 unisono konstant und den Elektrogeräte-Markt mit leichter Tendenz zu steigend sehen, stehen wie zur Bestätigung im Einklang mit den Absatzzahlen.

Aufteilung  der  Vertriebswege

Die wohl hauptsächlichen Absatzakteure für diese Produkte rekrutieren sich Stand heute aus den Motoristen sowie den Bau- und Gartenmärkten. Nach dem Votum der Anbieter, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, bedienen diese den Markt zu 47 bzw. 29 %. Den Rest teilen sich Versandhandel / Onlinehändler mit 16 % und die sonstigen eher unbedeutenden Akteure mit 8 %.

In der mittelfristigen Vorausschau der befragten Anbieter auf das Jahr 2017 ergibt sich für die Verteilung folgendes Bild: Motoristen 40 %, Bau- und Gartenmärkte 24 %, Versandhandel / Onlinehändler 29 % und schließlich die Sonstigen mit 7 %. Daraus ist klar als Trend erkennbar, dass prognostiziert die Motoristen sowie die Bau- und Gartenmärkte mit einem empfindlichen Verlust an Marktaktivität zu rechnen haben werden. Die Gewinner bei dieser Prognose mit annähernd einer Verdoppelung ihres Anteiles sind Versandhandel und Onlinehändler, mit klarem Schwerpunkt Onlinehandel. Das wäre zwar für den ansässigen Fachhandel desaströs, wird sich aber angesichts der Entwicklung auf anderen Feldern leider nicht aufhalten lassen.

>> Den kompletten Artikel können Sie nachlesen in der Ausgabe 3/14. <<

zuletzt editiert am 26. März 2021
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