Kurt Kober, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der AL-KO Kober Group, ist am 15.01.2015, nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben.
Kurt Kober begann seine Ausbildung im Jahr 1950 in der Kötzer Schlosserei seines Vaters und Firmengründers Alois Kober. In den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten baute er AL-KO zusammen mit seinen Brüdern Herbert und Willy Kober zu einem Weltunternehmen aus. Kurt Kober war als Vorstandsmitglied der Al-Ko Kober AG vor allem zuständig für den Bereich Fahrzeugtechnik. 1999 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden der AL-KO Kober AG berufen. In dieser Position verantwortete er neben der Fahrzeugtechnik auch den Unternehmensbereich Garten + Hobby. Im Jahr 2007 wechselte er in den Aufsichtsrat, dem er bis Juni 2012 angehörte.
Über all die Jahre war Kurt Kober ein leidenschaftlicher Unternehmer mit großem Erfindergeist. 1956 meldete er sein erstes Patent an, es folgten noch rund 70 weitere. Seine große Schaffenskraft, seine Geradlinigkeit sowie seine Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem zeichneten ihn aus. Bis zuletzt war er durch seinen Fleiß und sein soziales Engagement ein Vorbild.
Für sein herausragendes Lebenswerk erhielt er höchste Anerkennungen. Er war auch Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland sowie des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und des Tiroler Adlers in Gold. Aufgrund seines herausragenden Einsatzes für seine Heimatgemeinde Kötz wurde er zusammen mit seinen Brüdern Herbert und Willy zu Ehrenbürgen von Kötz ernannt. Zudem war Kurt Kober Ehrenbürger und Ringträger diverser Gemeinden.
Kurt Kober engagierte sich nicht nur aktiv im Wirtschaftsleben, sondern auch im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich. Gemeinsam mit seiner Frau Else unterstützte er zahlreiche Projekte und Renovierungsarbeiten rund um die Gotteshäuser in Kötz, im Zillertal und in Obdach.