Die Paul H. Kübler Bekleidungswerk GmbH & Co. KG hat sich strategisch und organisatorisch neu ausgerichtet. Konzentrieren will man sich künftig auf die Entwicklung und den Vertrieb von hochwertiger Arbeits- und Schutzbekleidung.
Damit einher geht die Fokussierung auf die Vertriebsbereiche Fachhandel und Mietberufsbekleidung. Aus dem Baumarktgeschäft hat sich Kübler bewusst zurückgezogen. Ein wichtiger Absatzmittler bleibt der Baustoffhandel, der intern in das Segment Fachhandel integriert wurde. „Mit diesen Maßnahmen entsprechen wir den wachsenden Anforderungen unserer Partner im Fachhandel und Textilservice und stärken unsere Position als einer der führenden Anbieter von Workwear“, erklärt Richard Scheiner. Zum ersten Februar wurde dieser zum CEO von Kübler bestellt, nachdem er zuvor die Position des CFO innehatte. Die Weichenstellung für die Zukunft will Scheiner auch als Bekenntnis zum Fachhandel verstanden wissen. Als übergeordnetes Unternehmensziel definiert er demnach “gesundes, nachhaltiges Wachstum auf der Basis von Qualität, Innovation und Kundenzufriedenheit“.
Neue Strukturen
Um interne Abläufe, den Vertrieb und die Zusammenarbeit mit den Kunden weiter zu optimieren, hat Kübler auch die Organisation neu strukturiert. Sie gliedert sich nun in drei Bereiche. Das Segment „Inner Performance“ ist darauf ausgerichtet, alle internen Prozesse – angefangen von den Lieferketten über Produktion bis zum Qualitätsmanagement – effizient zu gestalten. Alle kundenorientierten Aktivitäten wie Produktentwicklung, Marketing und Markenpflege sind im Bereich „Going to Market“ gebündelt. Der in Sales Retail und Sales Clean@Work untergliederte dritte Bereich „Market Performance“ konzentriert sich auf die kompetente und individuelle Betreuung der Partner im Fachhandel und Textilservice.
Weitere Investitionen
Von der dreigliedrigen Organisationsstruktur verspricht sich Kübler mehr Transparenz und eine engere Zusammenarbeit aller Bereiche. Auch sei die Neuausrichtung ein klares Bekenntnis zur Zukunft von Kübler als inhabergeführtes Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2024 verbuchte man einen Umsatz von 58 Mio. Euro und konnte damit den im Vorjahr erreichten Rekordumsatz halten. Der Exportanteil belief sich auf 27 Prozent. Für dieses Jahr strebt CEO Scheiner „eine moderate Umsatzsteigerung auf der Basis von nachhaltig profitablem Wachstum an“. Dafür investiert das Unternehmen 2025 u.a. in ein neues Lagerverwaltungssystem, weitere Digitalisierung sowie ein CRM-System. Zur Stärkung der Marktposition sollen außerdem neue Produktlinien beitragen, u.a. will Kübler sein Portfolio im Bereich Persönliche Schutzausrüstung erweitern.
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