Unsere Serie zu den Möglichkeiten der Neuen Medien setzen wir mit dem Thema „Video“ fort. Herstellung und Verbreitung eigener Videos ist heute simpel, Wirkung und Aufmerksamkeit dagegen hoch.
Das Programmfernsehen befindet sich in einer Krise: Das liegt insbesondere an digitalen Videorekordern und der Möglichkeit, sich aus den Onlinevideotheken jeden Spielfilm, jede Dokumentation, jede Serie zu jeder Zeit auszuleihen. Werbefrei, zu moderaten Kosten und - natürlich illegal! - auch kostenlos.
Und es liegt an den Videoplattformen: allen voran YouTube und Vimeo. Aber auch Facebook und unzählige kleinere Plattformen erlauben dabei nicht nur das Anschauen, sondern obendrein das Veröffentlichen von Videos.
Laut YouTube wird allein die führende Plattform jeden Monat von mehr als 1 Mrd. Nutzer besucht, die sich mehr als 6 Mrd. Stunden Videomaterial anschauen. Durchschnittlich sind das also 6 Stunden pro Monat und Nutzer.
Viel wichtiger ist aber noch diese Zahl: In jeder Minute werden weitere 100 h Videomaterial auf YouTube hochgeladen!
Schon eigenes Video?
Damit stellt sich die Frage: "Haben Sie schon ein Video von Ihrem Betrieb gemacht und online gestellt?" Die häufigste Antwort lautet: "Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht." Gut, dass sich das jetzt ändert...
Was für Sie banal erscheinen mag, eben weil es für Sie alltäglich ist, ist selbst für langjährige Kunden nur begrenzt "sichtbar" und - Neugier sei Dank - genau deshalb spannend. Was hält Sie also jetzt noch davon ab, selbst ein Video zu drehen und online zu stellen?
Um das Potential eines unternehmensbezogenen Videos vom Smartphone jetzt sofort zu testen, hier ein kurzer Leitfaden:
1. Nehmen Sie ein 10 bis 20 Sekunden langes Video von Ihrem Ausstellungsraum auf.
Verzichten Sie auf einen Schwenk und gehen Sie lieber langsam durch den Raum, genauso, wie es ein Kunde auch machen würde.
Halten Sie das Smartphone wie eine randvoll mit Wasser gefüllte Schüssel und nicht wie einen Fotoapparat, um stärkeres Wackeln zu vermeiden und für eine bessere Perspektive dank der größeren Nähe zu den Maschinen zu sorgen.
2. Öffnen Sie die Facebook-App, schreiben Sie einen kurzen Text über das, was zu sehen ist, hängen das Video an und veröffentlichen dann Text und Video auf Ihrer persönlichen Facebook-Seite.
Das war's schon! Jetzt warten Sie einfach einmal ab, wie Ihre Familie, Freunde und Bekannte auf Facebook reagieren und welche Tipps sie Ihnen geben. Schreiben Sie ruhig, dass das Ihr erster Testlauf ist und bitten Sie direkt um Rat und Hilfe.
Danach geht es weiter: auf Ihrer Unternehmensseite bei Facebook oder auf YouTube, Vimeo, aber vor allem mit weiteren Videos. Wer auf Facebook verzichten möchte, startet einfach auf einer Videoplattform und nutzt deren App zum Hochladen.
Wohin so etwas führen kann, zeigt der Motorist Martin Luchscheider aus der Steiermark sehr eindrucksvoll auf YouTube: www.youtube.com/flhri97 .
G. Eicker