Ein Husqvarna Automower Mähroboter in Orange und Schwarz bei der Arbeit auf einem gepflegten Golfplatz-Grün unter bewölktem Himmel.
Mit dem Anbaukit zur Tauentfernung für den Automower 580L EPOS löst Husqvarna ein zentrales Problem in der Grünpflege. Denn Feuchtigkeit fördert unerwünschten Pilzbefall - für Golfplätze ein No-Go. Bisher mussten die Greenkeeper das Green manuell bürsten. Die Anbaubürste war eine der Neuheiten, die auf der Husqvarna Turf & Tech Conference gezeigt wurden. (Quelle: RM Rudolf Müller)

Handel & Hersteller 2026-08-31T14:05:00.324Z Neuer Meilenstein für Husqvarna-Golfplatzpflege

Vor vier Jahren ist Husqvarna mit der Ceora-Plattform in die Golfplatzpflege gestartet. Etliche Erfolge konnte man seither verbuchen, darunter die Partnerschaft mit wichtigen europäischen Turnieren. Als Titelpartner der Husqvarna British Masters 2026, die Ende August in England ausgespielt wurden, kam nun ein weiterer Meilenstein hinzu: Bei der ersten Husqvarna Turf & Tech Conference vom 26. bis 27. August am Rande der renommierten Veranstaltung gaben zahlreiche Praktiker ihr positives Veto für die Marke ab – und Husqvarna einen Ausblick auf Kommendes.

Rund 120 führende Persönlichkeiten aus der gesamten Golfbranche hatte Husqvarna zu dem zweitägigen Event im bekannten Belfry Golfressort im englischen Sutton Coldfield nahe Birmingham zusammengebracht, das zugleich Austragungsort der diesjährigen und von Husqvarna als Titelpartner unterstützten British Masters war, einem der wichtigsten europäischen Golfturniere überhaupt. Damit war nicht nur die Außenwirkung garantiert. Auch inhaltlich fanden die versammelten Golfplatzbetreiber, Chef-Greenkeeper, Rasen- und Technologie-Experten lobende Worte für das schwedische Fabrikat, inklusive des Managements der für das Turnier von Husqvarna-Mährobotern vorbereiteten und auch im Verlauf gepflegten Golfplatzanlage selbst. Diese steht als Heimat der British Masters und viermaliger Gastgeber des Ryder Cup quasi synonym für Weltklasse-Golf. Insbesondere der Brabazon Court mit seiner geländebedingt kniffligen Spielbahn genießt einen legendären Ruf. Entsprechend hoch waren und sind die Erwartungen von Spielern, Greenkeepern und Management an die Rasenqualität. Umso erfreuter zeigte sich Husqvarna über das allenthalben positive Feedback der Praktiker nicht nur aus dem Mutterland des Golfsports aber eben auch von dort: Insgesamt 16 Husqvarna Roboter waren bei dem Turnier im Einsatz. Alle Fairways wurden von Ceora Mährobotern bearbeitet. Zugleich waren die diesjährigen British Masters das erste von Husqvarna unterstützte Turnier, bei dem über Nacht gemäht wurde bei einem 24 Stunden-Support.

Auf Wachstumskurs

Auch die allgemeine Bilanz wies ein positives Signal aus: Demnach ist die Husqvarna Golfsparte klar auf Wachstumskurs. Bereits über 2.000 Anlagen weltweit und 16 Prozent der Golfplätze in Europa greifen bei der Pflege auf die autonomen Mähroboter der Schweden zurück. Die Stückzahl je Platz ist mitunter beeindruckend, auch hierzulande. So habe etwa die Winston-Golfplätze in Mecklenburg über 50 Husqvarna Mähroboter im Einsatz. Selbst im anspruchsvollen Markt Groß-Britannien konnte man in diesem Jahr erstmals deutlich zulegen, wie Sebastian Spoerl, Manager Golf & Sports bei Husqvarna, gegenüber Motorist erklärte. Auch für Yvette Henshall-Bell, Präsidentin von Husqvarna Forst & Garten, und Husqvarna CEO Glen Instone, den Motorist am Rande des Events ebenfalls sprechen konnte, steht fest, dass die autonome Technologie definitiv im Profimarkt angekommen ist. Diese sei in der Golfplatzpflege längst keine exotische Randtechnologie mehr, sondern tägliche Realität, so die zentrale Botschaft.

Zukunft des Golfplatzmanagements

Mit der Turf & Tech Conference, die in diesem Jahr erstmals an Stelle des bereits etablierten Formats Living City stattfand und 2027 eine Wiederholung erfahren soll, sowie den vor Ort vorgestellten Neuheiten untermauerte Husqvarna seinen Führungsanspruch. So sieht man sich als Partner der Greenkeeper-Branche, auch über die reine Robotik hinaus, und will den Bereich konsequent weiter ausbauen. Entsprechend stand die Veranstaltung ganz im Zeichen eines Deep Dives rund um die Herausforderungen und Chancen, die mit dem autonomen Greenkeeping und neuen Lösungen verbunden sind. In Vorträgen und Paneldiskussionen teilten Praktiker und Forschende sich über ihre Ansprüche und die Möglichkeiten der autonomen Pflege aus. Die größten Schmerzpunkte der Branche sind demnach schwindende Manpower, steigende Betriebskosten, neue Anforderungen an Nachhaltigkeit und bestehende Qualitätsstandards. Genau hier will Husqvarna gegensteuern bzw. unterstützen: mit autonomen Technologien und datenbasierten Entscheidungen, die gleichermaßen auf Kosten- und Zeitersparnis, die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden, Nachhaltigkeit und Rasenqualität einzahlen.

Vorgestellte Neuheiten

Unter dieser Prämisse standen auch die Neuheiten, die am 27. August in Sutton Coldfield präsentiert wurden: eine autonome Lösung zur Tauentfernung für den Automower 580L EPOS sowie der neue Akku-Hovermäher GX 560i. Beide Innovationen erweitern die Einsatzmöglichkeiten autonomer und akkubetriebener Technologien in Bereichen, in denen bislang überwiegend manuelle Arbeit oder benzinbetriebene Maschinen zum Einsatz kamen. Bei der ersteren Neuheit handelt es sich um eine Feuchtigkeitsbürste mit automatischem Lift, die auf den Automower 580L aufgerüstet werden kann.  Hierfür wird die Schneidscheibe des Automower durch einen speziell entwickelten Aufsatz zur Tauentfernung ersetzt. Über definierte Transportwege bewegt sich das Gerät anschließend selbstständig zwischen den Greens. Während der Überfahrten wird der Aufsatz automatisch angehoben, um das Risiko einer Kreuzkontamination zwischen verschiedenen Flächen zu reduzieren. Damit  automatisiert Husqvarna eine der wichtigsten Aufgaben bei der morgendlichen Vorbereitung von Golfplätzen. Denn so ausgestattet sollen die Roboter in der Lage sein, in nur vier Arbeitsstunden drei bis vier Greens von Tau zu befreien und so einer schädlichen Pilzbildung vorzubeugen.

Für Bunkerkanten und Böschungen

Der GX 560i ist ein Akku-Hovermäher, der speziell für die Pflege von Steilhängen, Bunkerkanten und Böschungen entwickelt wurde – Bereiche, die mit herkömmlichen Radmähern oder Mährobotern nur schwer erreichbar sind. Als erstes Modell dieser Art auf dem Markt bietet der GX 560i eine volle kommerzielle Schnittbreite von 51 Zentimetern und erreicht damit die Flächenleistung, die Greenkeeping-Teams bisher nur von benzinbetriebenen Geräten gewohnt sind. Das Gerät ist für Einsätze an Hängen mit bis zu 45 Grad Neigung ausgelegt und mit allen Professional-Akkus des Husqvarna BLi-X 36V-Akkusystems kompatibel. Je nach Einsatzbedingungen können mit einer Akkuladung 30 bis 35 Bunker bearbeitet werden. Wegen der geringen Geräuschentwicklung ist der Mäher auch für Arbeiten in der Nähe von Clubhäusern, Wohngebieten und anderen lärmsensiblen Bereichen geeignet.

Blick auf Kommendes

Weitere kommende Neuheiten wurden im Rahmen der Plattform und Lösungs-Roadmap für 2027 angeteasert, darunter der Automower 580L Epos für bis zu 24.000 qm mit Vision für hügelige und komplexe Areale. „Wir können heute noch nicht sagen, wo wir in den nächsten vier Jahren stehen werden, aber unsere Reise geht weiter und dies ist nur der erste Schritt“, bekräftigte das Husqvarna-Management die Marschrichtung. Passend hierzu konnte man mit dem deutschen Profigolfer Marcel Siem auch einen neuen Markenbotschafter vorstellen. Mehr hierzu sowie zu weiteren Inhalten der Turf & Tech Conference und den Husqvarna-Neuheiten für 2027 lesen Sie ausführlich in der Oktober-Ausgabe von Motorist.

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zuletzt editiert am 31. August 2026
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